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marceese - blood for blood
 
 

marceeseblood for blood

www.myspace.de/marceese

VÖ: 16.04.2009 //

Demo/Eigenproduktion

 

erinnert sich jemand an „the texas campfire tapes“ und michelle shocked? an puristische oden wie „5am in amsterdam“, lagerfeuer und motorengeräusche im hintergrund? der berliner songwriter, psychedelische spacerocker (red stoner sun) und flamingyouth.de-herausgeber marceese trabus nennt nicht ohne grund die späten achtziger und frühen neunziger jahre als inspirationsquelle. wobei sich ausgerechnet der sprudelndste teil seiner musikalischen ideen auf furztrockene wurzeln im desert- und bluesrock beruft. „there ain't no waterfall that will clean your dirty hands“ ist dabei motto in einem der oberflächlich eben noch fröhlicher erscheinenden lieder zwischen selbstfindungsattacken, hymnen gegen uniformitäten, liebesgeschichten und der klassischen outlaw-attitüde.

im gegensatz zur anfangs erwähnten songwriterin wählt der berliner steppenwolf dann sicherheitshalber zwar doch das gemütliche goldfisch-studio. was aber der intimen und natürlichen atmosphäre auf „blood for blood“ nicht für einen einzigen moment die luft nimmt. authentisch nah am erdboden kriechen die zehn (plus einen versteckten) tracks durch eine peripher-persönliche autobiografie des ausgewiesenen neil young-nerds trabus. nehmen durchaus gemütlich platz, aber kicken subtil von hinten durch die kalte küche in den texten auch mal arsch. „so lange wie ich denken kann wollte ich ace frehley sein und gitarre spielen“ erzählt marceese. die ungeschminkte seite des gitarrenspielers indes steht dem früheren mitglied einer kiss-cover-band nun wirklich nicht weniger prächtig zu gesicht.

kel
 

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