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plokk08.09.2007 - 15.09.2007

Samstag, 08.09.2007 - 20:49 MEZ

Liebes Tagebuch,
heute mussten wir sehr früh aufstehen, denn das Auto war immerhin noch nicht gepackt und um zwölf mussten wir ja schon in Berlin sein; zum Frühstück bei Stephi. Wir hatten großes Glück, denn weil wir so früh waren, gab es Laugenbrötchen. Die sind sonst immer schon weg, wenn wir aufstehen. Außerdem haben wir ein Fernsehinterview gegeben. Fürs Internet-Fernsehen. Der Sender heißt www.flasher.com und der Mann hieß Niklas und war sehr nett. Wir haben ihm ein T-Shirt geschenkt mit einem Penis drauf. Da kommen drei Tropfen raus. Aus dem Penis.

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Die Fahrt nach Dresden war langweilig, außer in Calau, da hat Volker einen Witz gemacht. Nichtsdestotrotz hat die Fahrt sich sehr gelohnt, denn hier sind alle nett und haben uns ein leckeres Essen gemacht. Mit Eis zum Nachtisch. Mit Sahne. Und heißen Himbeeren. Jetzt sind alle müde.

Musik im Auto:
Zusätzlich vom Radio angeboten:
Besondere Vorkommnisse:
An der Ampel stand neben uns ein schwarzer Lamborghini. Da saß John Travolta drin - als eine dicke Frau verkleidet. Er hat uns gewunken wie Beatrix, der König von den Niederlanden, und sein Bauch saß auf dem Beifahrersitz.

Bis später, dein plokk


Sonntag, 09.09.09 - 23:51 MEZ

Liebes Tagebuch,
gestern haben wir im Starclub in Dresden gespielt. Jetzt sind wir stars. Und clubs. Wir haben den Gästen Kekse geschenkt, damit sie ruhig sind, aber einige haben laut "Huuiih!" gerufen. Das macht aber nichts, weil: wir waren lauter. Wir haben eine Weltpremiere präsentiert für die Menschen in Dresden, sie haben ja sonst nichts.

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Das Lied heißt Haircules und es ist vier Minuten und dreiundfünfzig Sekunden lang. Es handelt von einem sehr starken Mann aus Griechenland in einer gelben Badehose. Er hat siebzehn Brusthaare an. Manchmal muss er im Stall pflügen. Ausserdem hat er Xerxes verkloppt. Mit seinen blossen Händen. Es war kein Wunder, dass so viele da waren: die fünfzehntausend Euro für unseren neuen mächtigen Sponsor MaxSpex haben sich also schon jetzt bezahlt gemacht. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.

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Heute sind wir viel im Auto gefahren. Die Kaffeefachverkäuferin von Lavazza aus Bayern war sich sicher, dass man Latte Matschiato mit viel Filterkaffe machen muss. Sie wohnt an der A9; was soll sie schon wissen. Wir werden ihre sofortige und fristlose Kündigung und Entlassung bewirken. Und auch ihrer Kinder und Kindeskinder und Enkel und Enkelsenkel.

In München angekommen, sind wir fünf mal an ein- und demselben Unfall vorbeigefahren. Wäre unser Auto schneller gewesen, hätten wir so schnell im Kreis fahren können, dass wir uns auf der Gegenfahrbahn gerade noch gesehen hätten, mit Blinker in die falsche Richtung.

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Wir haben veganische Schnitzel im Wert von 120,- Euro gegessen. Und Wodka. Im Tatort wurde nebenbei ein Mann zu Himbeerschnaps verbruzzelt und Jochen Distelmeier war der Mörder. Es hatte auch mit Sex zu tun. Hinterher haben wir Quartett gespielt. Hubschrauber gegen Mähdrescher. Und Trecker gegen Trucks. Tankinhalt 906 Liter.

Musik im Auto:
Zusätzlich vom Radio angeboten:
Besondere Vorkommnisse:
Als wir am Olympiastadion vorbeifuhren, fand gerade die Flitzer-Olympiade statt. Viele Menschen sind dabei nackt um unser Auto geflitzt. Aber wir haben nicht hingeguckt. Aus Gründen der Pietät. Es hätte uns die Schamesröte ins Gesäß getrieben.

Bis später, dein plokk


Montag, 10.09.07 - München, 23:59 MEZ

Liebes Tagebuch,
heute sind wir krank. Zur Hilfe machen wir eine Schnapskur; mit ordentlich Wodka. Unsere Kurschatten namens Condre SChaiR helfen uns nach Kräften.

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Sie wollten uns überreden mit ihnen Zigaretten aus Slovenien zu schmuggeln, aber da machen wir nicht mit. Wir sind schließlich aufrechte Burger. Schießburger!

Mit von der Partie: Kopf-wech-Alex und Monaco-Franze, Fritz Sedlmayers uneheliche Töchter und große Salt'n'Pepa Fans.

Vorher haben wir außerdem ein Konzert gespielt. Modisch konnten wir gegen Matti von Condre dabei allerdings kaum anstinken. Er hatte eine ganze Fototapete auf einer einzigen Unterhose untergebracht. Und Kolibris auf seine Pobacken tätowiert! Das konnte man aber nur in speziellen Momenten sehen. Für Matti und Stephi mussten wir dann auch Iginyf darbieten und hinterher war alles kaputt und Niklas lag auf Julian auf einem Haufen Schlagzeuggerät drauf. "Straight to apocalypse is where I'm takin' art" wie Talib Kweli sagt.

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Lange Rede, kurz: Zum Schluß mussten wir noch etwas Hochkultur produzieren, denn: "Höhere Wesen befahlen: Penis in die rechte obere Ecke malen!"

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Wo ist nur der Schlüssel? Jetzt aber ab ins Bett.

Musik im Auto:
Stattdessen:
Besondere Vorkommnisse:
Keine

Bis später, dein plokk


Dienstag, 11.09.07 - Frankfurt/Main, 01:13 MEZ

Liebes Tagebuch,
endlich sind wir im Bett angekommen. Unterwegs durften wir allerdings noch in der Truckergaststätte "Zur Nacktschnecke" einkehren. Wir haben jeder sieben Portionen Eisbein gegessen. Und zum Dessert Hosenwurst mit ordentlich Sülze. Julian außerdem noch drei Presssack. Einen für unterwegs.

In Frankfurt haben wir im Bett gespielt. Bei Frank, wie der Name Frankfurt schon sagt. Versteht sich von selbst.

Wir hatten einige Songs dabei, die haben wir an Ort und Stelle verschenkt. Die Menschen in Frankfurt haben ja sonst nichts. Beate hat einen gekriegt, außerdem Jörn und der Mann in dem roten Pullover, der kein Pullover war. Unser Freund Daniel hat auch einen abgekriegt. Und TNTina. Ihr Song heißt seit heute "Battle of Mattle". Das Bett heißt das Bett, aus dem gleichen Grund, warum plokk plokk heißt. Und Condre SChaiR Condre SChaiR. Verrückte Welt.

Musik im Auto:
Besondere Vorkommnisse:
Volkers Nase leuchtet im Dunkeln, wenn er an seinem linken Ohr zieht. Das ist mystisch. Wie ein Einhorn, das auf einem Regenbogen wohnt. Es isst jeden Tag Vanilleeis mit heißen Himbeeren zum Frühstück, wie wir in Dresden. Nur da war es schon abends. Das Einhorn hat außerdem einen Anker tätowiert, auf der rechten Schulter. Volker nicht.

Bis später, dein plokk


Mittwoch, 12.09.07 - Rosdorf/Göttingen, 17:22 MEZ

Liebes Tagebuch,
zur Abwechslung von all der quälenden Autobahnmonotonie hat uns der liebe Gott einen mächtigen Stau in den Weg gestellt. Glücklicherweise lernen wir so eine landschaftlich ganz ansprechende Gegend unseres schönen Heimatlandes kennen, die in olfaktorischen Belangen jedoch eher von den stark methanhaltigen Nebenprodukten der Nutztierhaltung Zeugnis ablegt. Hier wohnen drei dicke Mädchen auf zwei mickrigen Ponys. Außerdem etliche Fahrradfahrer, die alle mit Helm fahren müssen, denn sie sind sehr schnell unterwegs. Schneller als wir mit dem Auto jedenfalls und das muss man sich erst mal vorstellen! Wie bei einer Autosafari, füttern wir durchs Fenster die Menschen in Rosdorf mit den Pralinen, die wir in Dresden im Hotel geklaut haben. Sie haben ja sonst nichts.

Zum Glück hat Julian ein neues musikalisches Projekt ins Leben gerufen; es heißt: "Doofie Doof und DJ Fettklops!". Jetzt muss er aber erst mal vorgehen und sich schon mal bei Mäckes anstellen: Schießburger für alle. Noch zwei Kilometer und bis wir da sind, essen bestimmt alle wieder Fleisch.

Für den Rest des Weges testen wir die Kindersicherung der elektrischen Fensterhebeanlage mit reifen Bananen. Das macht auch beim zehnten Mal noch Spaß.

Musik im Auto:
Ausserdem im Radio angeboten:
Besondere Vorkommnisse:
Volkers Mütze piept, wenn er denkt. Zum Glück passiert das nicht allzu häufig; das hätte ganz schön genervt, wenn Volker immer nur denkt. Auch bezeichnend, dass wir das am letzten Tag überhaupt erst gehört haben...

Bis später, dein plokk


Samstag, 15.09.2007 - 03:33 MEZ

Liebes Tagebuch,
gestern hatten wir hohen besuch. Der papst war da, weil wir in seiner kapelle aufgetreten sind. Adolf hitler war auch da, aber der hat nicht gezahlt. Ist ja klar, stand ja auf der gästeliste: hitler + 3.

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Plus: das meiste andere war scheiss. Plus: echoplux auch. Wir waren krank, denn die menschen in münchen haben uns angesteckt. Viele viren haben die da. Sie haben ja sonst nichts. Alte virenschleuder münchen. Zur rache ham wir schtoiber ins gesicht gepupst. Der kriegt ja sonst nichts vernünftiges zu hören, die weichwurst.

Wir haben ein künstlerisch wertvolles konzert gespielt. Es wurden kickflips auf wasserkisten gemacht und ich wurde von einer frau im pelzmantel zu einem theremin-vibraphon-duo eingeladen. JAZZ!

Ach ja, volker hat sein geburtstag nachgefeiert. Wir widmen ihm ein carpenters-song. Und zwar den besten, den es gibt: "Calling Occupants of Interplenatary Craft". Dabei geht es um ganz besondere Hosen interplanetarischer Machart. Sie erlauben schier unglaubliche geschwindigkeiten selbst bei weltraumspaziergängen in waldmeisterwackelpeter im interplanetary crap! Und zwar ohne, dass man die hosenbeine in die socken stecken muss, weil die sonst so komisch im wind flattern und dann sieht man ja doof aus. Versteht sich von selbst.

Musik im All:

Besondere Vorkommnisse:
Aufgrund von Stromschwankungen auf der nördlichen Hemisphäre und diverser undichter Stellen im Kuchenreaktor von Krümmel morst Floyds Gitarre während des Konzerts permanent nur: " Space is the place!"
Ach ja, und: volkers nase leuchtet auch wieder...
It's a crazy world we're living in...

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Bis später, dein plokk

 
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