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lingby09.04.2009 - 05.06.2009

Glaubt man's?

Wir sind in einem Peugeot 807 unterwegs, mit ehemals sieben Sitzen, wobei wir zwei davon rausgenommen haben zwecks Gepäckunterbringung. Das größte Tourauto, das wir je hatten. Ein rasanter Aufstieg - vom Kleinwagen zum Kombi zum Peugeot. Wir beglückwünschen uns selber.

Zwei Konzerte haben wir bereits gespielt, die Sonne scheint und heute ist ein unglaublich entspannter Tag. Ausschlafen, Laufen gehn (zumindest die Autorin dieses Blogs), Frühstück auf dem Balkon mit der Sonne im Gesicht. Das Grün an den Bäumen und die Sommersprossen im Gesicht spriessen gleichermassen und wir sind quietschfidel.

Um euch das Gefühl zu geben, ganz nah dran und fast mit dabei zu sein, laden wir jetzt direkt mal die ersten Bildchen hoch und außerdem ein spektakuläres Livevideo aus dem Auto, kurz nachdem wir Köln verliessen. Wir freuen uns über Kommentare, wir freuen uns, euch bei Konzerten zu sehn, und wir wünschen euch einen wundervollen Tag.

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Ach ja, fast hätte ichs vergessen; Wir haben schon zwei Konzerte gespielt, am Dienstag und gestern. Beide waren schön. Nur, damit ihr Bescheid wisst. Heute nachmittag gehts nach Hessen. Spätestens morgen startet unsere neue BIlderrätselreihe. Nehmt zahlreich daran teil, es wird ein Riesenspass und megakniffelig. Seid ihr dabei???!!! Immer schön unseren Blog auf Myspace checken, da sind die Rätsel und die Spielregeln!

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Die Spatzen pfeifen es von den Berliner Dächern, ...

... der Frühling ist eindeutig angekommen, pünktlich zu unserem Tourstart und zu unserem kleinen Zwischenaufenthalt in Berlin. Doch leider stellte sich nicht nur der Lenz ein, sondern auch diverse Zipperlein bei unserem geschätzten Frontmann Willi. Wirklich das allererste Mal, dass jemand von uns auf Tour krank wird - deswegen dann auch gleich richtig- Halsschmerzen, Husten, Heiserkeit und zu allem Überfluss sogar noch Schüttelfrost, der seinen von der Krankheit schon ausgezehrten Körper drangsalierte. Um den Ernst der Lage zu beweisen, werden wir Willi's Elend noch mit Bildern dokumentieren.

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Während der Arme also im Bett lag, Wasser trank und schlief, vergnügte sich der Rest der Band in der Stadt: Jan bei Theatherproben eines Freundes, Matthias unterwegs mit seiner Schwester, Judith mit unserer Lieblingsgastgeberin Jemima im Schwimmbad, Neukölln und großartigen Pizzerias. Später noch ein gemeinsamer Abschluss im Lazarett in Friedrichshain mit dem großartigen Werk "die Eisprinzen". Sehr empfehlenswert. Großes Kino.

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Heute darf ich mit Freude verkünden - Willi ist auf dem Wege der Besserung. Gleich gibt es Frühstück und dann ab nach Hannover und endlich wieder Konzerte spielen! Kiel und Kopenhagen folgen auf dem Fusse.


09.04.09 - Kiel (Prinz Willi)

Gerade sitzen wir noch im urgemütlichen Prinz Willy, die Bäuche voller leckerem Salat. Manche von uns hielten sich an die Regeln der Trennkost, denn auf Tour is ja nich so viel mit Bewegung. Andere widerum nicht, aber das sei ihnen selbst überlassen. Was gibt es noch zu sagen... wir vergessen Poster und Booklets in Dresden und Dreifachsteckdosen in Berlin. Wir freunden uns mit UPS Beamten an und haben den Kaiser Franz als Navistimme, weil wir Florence, die Dame mit dem französischen Accent, nicht mehr mögen. Wir hören Globus Dei und machen Gruppenfotos auf dem Parkplatz. Kurzum- Alles ist so, wie es auf einer Tour sein muss. Und morgen gehts los nach Kopenhagen. Wie aufregend. Und ich kann endlich das Meer sehen. Mit diesem Kommentar in eigener Sache schliesse ich den heutigen Beitrag, sage gute Nacht und wünsche uns selber gute Besserung.

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Bevor wir die deutschen Landen verlassen, ...

... möchte ich euch noch teilhaben lassen an einem typischen Erwachen der LINGBY Family auf dieser Tour. Übernachtet haben wir im Prinz Willy, wo es lauter gemütliche Sofas und Ecken gibt, in die man sich verkriechen kann. Wie merkt man, dass alle wach sind? Ganz einfach: Jan blökt von seinem Sofa aus ein militärartiges "guten Morgen", von der Raubtierhöhle auf der Bühne kommt ein gequältes Röcheln und erstickter Husten, und wir alle wissen: das ist Matthias. Ich selber muss dreimal kräftig niesen und bin zum wiederholten Male entsetzt, dass niemand von diesen Rüpeln es für nötig hält, mir Gesundheit zu wünschen.

Der aufmerksame Leser fragt sich nun: Und Willi? Was ist mit Willi? ist er vielleicht mittlerweile dem Siechtum seiner Krankheit erlegen? Nicht ganz, aber fast. Denn nun ertönt seine Stimme mit einer dezenten Spur Wahnsinn darin: "Schaut nur, an der Decke, das sieht aus wie lauter kleine Regenwälder!" Verstört richten wir unseren Blick an die Decke und sehen... weiss und ein paar kleine Lämpchen. Doch da setzt Willi seinen Gedankengang auch schon fort. "Feuermelder!" korrigiert er sich selbst und verfällt mit rasselndem Atem in erneutes Schweigen. Wir machen uns ernsthafte Sorgen.

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Hatte ich eigentlich erwähnt, dass gestern nicht Willi, sondern ich "broken TV screen" sang? ich erreichte beinahe unhörbare Höhen, da ich auf der Bühne spontan vergass, dass ich das Lied eigentlich eine Oktave tiefer singen wollte. So hoch habe ich das letzte Mal im Alter von zwei Jahre gesungen. Man wächst mit seinen Herausforderungen.

Nun ist es Zeit, sich auf den Weg zur Fähre zu machen. Gehabt euch wohl, ein weiteres mal, und schreibt uns mal zwischendrin, wir freuen uns von euch zu hören!


Nach dem ruhigen Kiel ...

... fahren wir weiter bis nach Puttgarden um die Fähre zu nehmen. Kaiser Franz der sich ganz klein gemacht hat und im Navi sitzt, führt uns auf dem Weg. Er stellt uns vor die Wahl: also entweder wir schwimmen jetzt oder wir nehmen die Fähre.

Gesagt getan, wir gehen an Bord und ab übers Meer. Bald schon legen wir an und fahren in null komma nix bis nach Kopenhagen. dort im Cafe Rust hat man auf einmal 1,5 Stunden zeit für den Soundcheck. Luxus. Und den brauchen wir auch, hier gilt laut lauter am lautesten sodass man sich schon ziemlich metal mässig vorkommt. der subwoofer unter uns lässt jeden Tastenanschlag unseres Eltektronicas Jan Aumann wie ein Erdbeben daherkommen. Na ja, der Auftritt is ok, ganze 30 Leute vor der Bühne und zur Abwechslung hören uns die Dänen richtig zu, das war letztes Jahr irgendwie anders.

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Wir sind alle relativ durch und froh, dass wir das Konzert geschafft haben ohne zu oft ins Mikro gehustet zu haben. Am nächsten Tag wird geruht und wir hängen bei der Band Altmodisch ab, die uns den Auftritt klargemacht haben, check sem out! Ausserdem kucken wir uns Christiania an den legendären Hippiefreistaat in Kopenhagen.


Bin etwas enttäuscht, ...

... sind einfach Blumenkinder und Alkoholiker die da rumrennen und sooo verrucht ist es gar nicht. Aber was habe ich erwartet? Ich weiss es nicht. Hells Angels vielleicht, die sich mit den Bandidos schlägern und sich gegenseitig von den Schoppern schiessen? Keine Ahnung. Egal, als wir nach Schweden fahren, haben wir noch 2 Tage Zeit weiter gesund zu werden und die verbringen wir in der Einöde in der Nähe von Örebro. Emmanuel ein Freund hat uns seine Hütte angeboten und da sind wir. Nix passiert drum herum. Na ja fast nix. Im Wald haben Matthias und ich Elchscheisse gefunden!

yeah. und ausserdem können wir Feuer machen und unfassbar unleckere Würste grillen, die zur Hälfte aus Milchpulver bestehen. Nachts hatten wir alle auf einmal das Gefühl, jemand war in der Hütte. Judith träumt davon ,schreckt auf und fragt mich ob ich jemanden sehe, der in der Hütte steht, ich habe auch geträumt, dass ich Matthias aufhalte der durch den Raum rennt. Ich entgegne: nein da ist niemand ich habe nur den Matthias aufgehalten. Es ist alles gut. Er hingegen hat auch geträumt dass irgendwas passiert. strange.

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egal, da haben sich eben ein paar Schlafwandler gefunden. Ob es die nächste Nacht wieder so ablief, oder ob wirklich jemand in der Hütte war, das erfahrt ihr beim nächsten mal. Genau, unbedingt beim Bilderrätsel "suche den Fehler" auf dem myspace Blog mitmachen!

 
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