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Yack Fou (Berlin)
Dezember 2006
Angefangen hat alles 2003 in einer kleinen, nicht ganz legalen Siebdruckerei in Berlin-Friedrichshain. Mit einem minimalen Startkapital von 1.400 EUR sollte das Experiment starten. Schnell waren einige T-Shirts bedruckt und für ein kleines Taschengeld auf dem Boxhagener Flohmarkt unter die Leute gebracht.
Die Produkte fanden schnell ihre Käufer und so konnten mit dem Gewinn neue Shirts nachgedruckt werden. Nach diesem einfachen Prinzip funktioniert Yackfou noch immer. Aktuell sind ca. 25 Motive in ausgesuchten Farbkombinationen auf T-Shirts, Sweater und Hoodies erhältlich.
Interview mit Martin und Tobias
Was war der Ansporn ein eigenes Shirtlabel zu gründen?
M: Tja. Coolen Scheiss an seinem Astralkörper präsentieren?
T: Das war im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnapsidee. Wir waren relativ besoffen auf nem Festival und dachten uns das wir sowas mal ausprobieren. Das wir damit ausversehen ein "Shirtlabel" gründen war nicht absehbar.
Wie lange gibt es euch schon?
M: Uns im Doppelpack gibts seit 3 Jahren.
T: Martin hat damit in Stuttgart 2002 unter dem Namen YACKFOU angefangen in einem Jugendtreff Shirts und Jacken für Freunde zu bedrucken. Ein halbes Jahr später im Sommer 2003 haben wir dann einfach den Namen behalten. Das war auch ziemlich clever. Denn der Name ist unverwechselbar. Hat man vor drei Jahren YACKFOU bei Google eingegeben kamen glaub ich 10 Einträge raus. Inzwischen sind es (Moment kurz mal gucken) über 18000 und so gut wie alle beziehen sich auf uns. Das fetzt.
Wer gehört zu eurem personellen Inventar und wer macht was?
M: Wir sind ein Zweiergeschoss. Tobias und ich. Und jeder macht alles, das was Spaß macht und das, was keinen Spaß macht. Es gibt also keine Abteilungen oder spezielle Bereiche.
T: Inzwischen unterstützt uns auch immer wieder ein Praktikant bei dem täglichen Kampf mit der Buchhaltung und Büroorganisation.
Könnt Ihr kurz beschreiben wie eure Motive enstehen?
M: Tag für Tag sieht man ganz schön viel. Vom Werbeplakat bis zur schönen Frau. Das ist meistens Inspiration für die ersten Ideen und wenn man dann so dransitzt und arbeitet und zeichnet und so weiter, dann entwickeln sich die ersten Ideen zu eigenständigen Grafiken. Und aus denen werden dann wenn sie wiederum gut sind und uns beide ansprechen Motive. Thats it.
T: Genau so. Ich hab meist ein kleines Heft bei mir in dem ich immer mal was aufschreibe. Das kann auch nur eine Farbkombination oder auch eine irre Idee sein. Das krame ich dann in einer ruhigen Minute raus und fang an daraus eine Grafik zu machen. Ob das dann gleich ein Shirtmotiv ist sei mal dahingestellt. Am Ende kommt meist was ganz anderes heraus als man am Anfang im Kopf hatte. Oft entdeckt man beim Erarbeiten noch neue Möglichkeiten und kommt auf neue Ideen. Andersherum kann man auch an einer anfangs tollen Idee tagelang rumwerkeln um dann zu merken, dass das Ergebnis doch unbrauchbar ist. Das ist dann keine vertrödelte Zeit sondern gehört zum Lernprozess. Ich glaube das wichtigste für mich ist, dass ich etwas aus mir selbst heraus, sprich ohne Zwang machen kann. Diese Arbeitsweise macht einfach viel mehr Spaß als dass man irgendwas designen muss.
Was ist in Zukunft geplant?
M: Ausser die Weltherrschaft übernehmen; erstmal im T-Shirtdschungel überleben.
T: Kinder :-)
Interview vom Dezember 2006


