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Nepomuk

Nepomuk (Berlin)

März 2008

Das große haarige Nepomukmonster ist ursprünglich ein Waldbewohner, heute lebt es aber vorwiegend in Städten. Mit seinen sechs Augen sieht es alles was um es herum in der Stadt vor sich geht. Es ernährt sich von den grafischen Abfallprodukten in seiner Umwelt und verwehrtet diese zu fetzigem Allerlei. Nepomuk ist ein richtiger Nimmersatt!

www.nepomukworld.com

 

Interview mit Daniel, Doris und Sven

Zuerst die unbeliebte Frage: Wieso der Name „Nepomuk“?

Die Antwort ist eigentlich eher unromantisch. Deswegen kommt hier die romantische Version:
Wir saßen in der Mensa, es war später Nachmittag und wir waren die letzten Verbliebenen. Die Frau an der Essenausgabe hatte wieder zu wenig auf den Teller getan. Wir dachten über unsere glorreiche Zukunft nach als plötzlich die Flügel-Tür aufging ... und da stand es: ein kleines behaartes Etwas, wir wussten sofort was zu tun war. Sven schnappte seine Tasche und ehe es jemand anderes entdecken konnte, hatten wir es uns eingesteckt. Von dem Tag an gehörte Nepomuk zu uns und wir verbrachten keine Sekunde mehr ohne Nepomuk.

Wie lange gibt es „Nepomuk“ schon und wie ist es dazu gekommen?

Hmm, lass uns kurz überlegen. Seit damals sind wohl jetzt schon drei Jahre vergangen.

Wer gehört zum „personellen Inventar“? Wer macht was?

Zum Team gehören Daniel Dolz, Doris Freigofas, Sven Neitzel und der Hund Mimi. Mimi holt auf jeden Fall immer die Zeitung. Ansonsten sind wir wohl Deutschlands einziges Grafik-Atelier mit ausschließlich drei „Creative Direktoren“, jeder macht alles und ist gleichermaßen am kreativen Prozess beteiligt.

Ihr arbeitet auch mit HUMAN EMPIRE zusammen. Was genau macht Ihr mit HUMAN EMPIRE und wie kam es dazu?

Human Empire haben wir damals auf dem Immergut Festival kennengelernt, sie haben da ihre tollen Shirts und Plakate verkauft. Ihre Produkte fanden wir schon immer super und wir konnten uns auch sehr gut vorstellen, etwas für sie zu machen. Wir haben ein Shirt für sie gestaltet und verkaufen auch ab und zu unser Allerlei in ihrem Shop. Irgendwie gibt uns das ein Gefühl, Teil einer großen Familie zu sein.

An welchen Projekten arbeitet Ihr noch, außer (für rote raupe*) Shirtmotive zu designen?

Gegenwärtig arbeiten wir an einem Buch zum Ausmalen mit dem Titel „Urban Alphabet“ für das viele Illustratoren ihre Arbeit beisteuern, unter anderem auch Jan von Human Empire und die Jungs von Yack Fou. Für Friska Viljor haben wir ein Shirt gestaltet und würden auch gerne in Zukunft in diesem Bereich weiterarbeiten. Neben Auftragsarbeiten liegen uns vor allem eigene Projekte sehr am Herzen, uns ist es sehr wichtig, dass wir uns in unserer Arbeit selbst verwirklichen können. Formal sind wir nicht festegelegt, wir vermischen Illustration mit Grafik mit Fotografie mit Film mit Typografie.

Habt Ihr nebenher auch noch Zeit für Musik? Spielt Ihr auch aktiv in einer Band?

Wir sind leidenschaftliche Konzertgänger und nehmen uns auch immer die Zeit zum lauten Mitsingen. Musik spielt eine sehr große Rolle in unserem Leben und für unsere Arbeit. Wir sind alle sehr musikalisch doch wir lassen lieber die Finger von solchen Experimenten und überlassen das den Profis.

Auf was darf man sich in Zukunft freuen?

Viele schöne Sachen zum Anziehen und an die Wand hängen, Sachen zum Durchlesen und ausmalen. Freut euch auf „Heroes of our Childhood“ mit dabei: Mitch Buchannon und das A-Team!

Interview vom März 2008

 
 
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