The Blue VanLove Shot
VÖ: 18.02.2011 // Iceberg Records

VÖ: 18.02.2011 // Iceberg Records
neulinge sind the blue van aus dänemark bei weitem nicht, wenn es um das veröffentlichen von alben geht. drei stück liegen schon im band-archiv, nummer vier ist gerade dabei frischen wind hinein zu fegen. neu ist trotz allem jedoch der ansatz mit dem sie ihre letzte studio produktion verfolgt haben, denn the blue van werfen geradezu enthusiastisch einen batzen an stilistischen einflüssen in die waagschale, die in anbetracht der songs auf "love shot" wiederum ordentlich grund zum wackeln hat. den retro rock ist man von ihnen gewohnt gewesen, doch versteifen sich die dänen dieses mal nicht so sehr darauf und klopfen nebenbei wiederholte male an türen, die sie bisher noch nicht musikalisch durchschritten haben. die dreizehn songs auf dem album spiegeln wider, dass the blue van bei ihrem vierten album dort angekommen sind, wo sie sich auch einmal getrost und ohne scheu in die für sie unbekanntere regionen wagen können.
auf "love shot" schrauben sie die dosis der gitarrenriffs und die rock'n'roll attitüde zwar an einigen stellen noch gewohnt hoch und denken nicht daran das tempo oder ihren spieldrang im geringsten zu zügeln, diese phase wird aber im verlauf der platte einige male unterbrochen und durch völlig andersartige musikalische facetten bereichert. schallt es zunächst noch schmissig und vorwärts treibend aus den boxen, wird der hörer im nächsten moment auch schon mit pop-geschwängerten songs oder gar balladen konfrontiert. dabei demonstrieren the blue van auch fast durchgängig, dass sie mit synthies, streicher oder piano ebenso umzugehen wissen wie mit den sonst für sie typischen lauten gitarren und knüppelnden drums. wer die dänen bisher als schweisstreibenden rock-haufen abgestempelt hat, der findet auf "love shot" den beweis dafür, dass sie ebenso in der lage sind poppige hooklines oder etwas gefühlvollere ansätze beim songwriting zu finden. obendrein unterstreicht die tracklist die zum teil beträchtlichen musikalischen kontraste und vermittelt ein bild einer band, die risikofreudig ins studio gegangen ist und dafür am ende belohnt wurde.
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