blonde redheadpenny sparkle
VÖ: 10.09.2010 // 4AD

es ist längst nicht mehr ungewöhnlich, dass blonde redhead, musikalisch gesehen, in ihrer entwicklung immer mehr auf noise verzichten und sich seit einigen alben eine zunehmende tendenz bemerkbar macht, die den band-sound in eine richtung schubst, die insgesamt sanftere klänge und einen deutlichen hang zur atmosphäre deutlich macht. so überrascht es nicht, dass die band auf ihrem neuen album "penny sparkle" diese angestrebte künstlerische entfaltung auf ein neues fortsetzt und im noch größeren maße ausbaut.
die zehn songs des albums sind ihrem wesen nach eine homogene einheit, die sich dadurch auszeichnet, dass sie sorglos und mild gestimmt alle klanglichen ausflüge im zaum hält. so sehr, dass eine tonlandschaft entsteht, die sehr darauf bedacht ist, nicht aufzufallen und damit jeglichen ecken und kanten von vornherein den gar ausmacht. leider gehen dabei jedoch auch gleichzeitig wichtige spannungsmomente verloren, die dem album vielleicht ab und zu gut getan hätten. blonde redhead, hingegen, haben sich bei "penny sparkle" dafür entschieden konsequent am einem konzept festzuhalten, das die songs auf einer ebene ansiedelt, die vorrangig ruhe und verträumtheit ausstrahlt und lied für lied in eine art nebel taucht.
die dichten keyboard-und gitarren-arrangements tragen ihren teil dazu bei, dass man meint unentwegt in leicht schummrigen und von der aussenwelt abgeschirmten gefilden umher zu wandern. hinzu kommt kazu makinos stimme, die den gefühlten grad an entspanntheit noch verstärkt, indem sie ihre stimmbänder der zurückhaltenden atmosphäre angleicht. der minimalistische ansatz droht ab und an zu kippen, aber lehnt sich letztendlich kaum spürbar gegen das große gewicht auf, das die songs zumeist so friedlich schlummern lässt. wären die songs ihrem charakter nach insgesamt nicht so stimmig, hätten blonde redhead es mitunter etwas schwer ihren plan von so viel beschaulichkeit und gemütsruhe aufgehen zu lassen.
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