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ZPYZ - 2080
 
 

ZPYZ2080

www.zpyz.de

VÖ: 20.08.2010 // ZPYZ Records

 

Zukunftsmusik? Wer sein Album wie die Berliner Band ZPYZ (gesprochen „Spice“) „2080“ betitelt, hat sicherlich nicht nur im Sinn, Referenzen in Bezug auf die Gegenwart aufbauen zu wollen. Wird daher hier vielleicht die Möglichkeit formuliert, wie Popmusik in siebzig Jahren klingen könnte? Sei’s drum. Denn wenn das Debütalbum von ZPYZ eines hervorhebt, dann sind es Elemente zeitgenössischer sowie historischer Popmusik, vor allem der 80er Jahre.

ZPYZ sind durchaus nicht die erste Band, die die 80er Jahre als Ursprung ihrer Selbstverwirklichung gewollt deutlich definiert; aber auch nicht die erste Band, die daran scheitert. Der Grund könnte auch hier – wie so häufig – in der Umsetzung der Inspirationen liegen, die der Quantität den Vorzug vor Qualität gibt.

Auf „2080“ macht sich das Misslingen der eigentlichen Intention, Popmusikgeschichte gewissermaßen in die Gegenwart zu „übersetzen“, folgendermaßen bemerkbar: Beabsichtigter Abwechslungsreichtum verkommt in bloße Monotonie, musikalische Frische in gähnende Langeweile. Fast ließe sich sagen, das Album stecke voller Ironie. Die Vorliebe für die 80er Jahre könne schließlich auch als Persiflage dienen. Aber dieser Hauch von Selbstironie ist dann auch in einer gut gemeinten Rezeption nicht beizukommen.

Zukunftsmusik? Nein. Oder besser: Hoffentlich nicht. Konsum-Pop, tauglich, um auf der Dorfkirmes mit Fast-Food-Essen am Autoscooter zu stehen.

robin
 

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