Andreya TrianaLost where I belong
VÖ: 27.08.2010 // Ninja Tune

Wir erinnern uns: Amy Winehouse und ihre Drogen-Eskapaden, zu anstrengend. Adele mit ihren übersüßen Pop-Balladen, ein Tick zu zuckerig. Duffy aus der Zeitmaschine, so originell wie Mikrowellen-Popcorn zum Kindergeburtstag. Gute Soulsängerinnen hatten ihre Zeit, zu der unglücklicherweise nicht gerade das vergangene Jahrzehnt zählt .
Dieser Umstand könnte sich jetzt mit Andreya Triana ein wenig ändern. Die Londonerin veröffentlicht aktuell ihr Debut-Album namens Lost Where I Belong und macht da erstaunlich viel besser als ihre Kolleginnen. Könnte an dem guten Support liegen. Sie hat einen Drei-Alben-Vertrag bei Ninja Tune unterzeichnet, weiter Alben sind dementsprechend absehbar. Produzent dieses Erstlings war Label-Kollege Bonobo oder Simon Green, wie er mit bürgerlichen Namen heißt.
Die Zusammenarbeit begann bereits bei Bonobos letztem Album Black Sands, auf dem Triana mit ihrer Stimme zum Gesamtwerk beitrug. Bonobo ist bekannt geworden mit seinen Downtempo-Arrangements, was gut zu Andreya Trianas Stil passt. Denn trotz der typischen Soul-Themen, Liebe und weitere eher dramatische Zwischenmenschlichkeiten, kommt das Album nicht schwer und erdrückend daher, sondern ehrlich und klar.
Andreya Triana hat den emotionalen Stil der Soulmusik in die heutige Zeit transportiert und reflektiert in ihren jazzigen Stücken, ohne die Wärme zu verlieren aber auch ohne sich ständig in cheesy Quatsch zu verrennen.
Nice done, Madame!
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