sorry gilbertoit was the longest day and we didn`t know how to end it
VÖ: 27.08.2010 // goldrausch records

VÖ: 27.08.2010 // goldrausch records
misunderstanding in the backyard of my mind – kennt sicher jeder.
auch die gefühle die damit verbunden sind. derer gibt es da viele: irrung, wirrung, verwund(er)ung, unverstehung, ohne orientierung…ertragbar mit melancholischer, ehrlicher und auf sich selbst projizierbarer musik. hier die lösung: sorry gilberto. selbstsprechend impliziert sorry dann ja auch schon so einiges.
there is always something you can leave behind for your orientation
und nach orientierung suchend könnte passen. auf die musik, auf die texte, auf den menschen. fragt sich nur ob man etwas zurücklassen muss, damit es besser geht – wahrscheinlich.
eine oft wechselnde instrumentierung zieht sich durch it was the longest day and we didn´t know how to end it wie diverse eissortenkreationen durch die jahre. die einzige konstante in dem zweiten album von anne von keller und jakob dobers ist die ukulele. fast in jedem lied hüpft sie melodie- oder hintergrund bildend durch die gegend und unterstreicht den einfachen stil des textlich gedachten ganzen. aber auch andere tonerzeuge kommen zum einsatz, verleihen jedem stück charakter und bilden ein überraschungsmoment für sich.
durch simplizität wird mittelbarkeit erreicht; nähe und das gefühl von zugehörigkeit.
innerhalb des albums gibt es gefühlische schwankungen, der minimalen tonspur bleiben die beiden jedoch treu; dem text auch.
abgeholt wird der albumeinsteiger vom blauen bus um dann eine wunderliche reise durch bebilderte zustands- und lebensbeschreibungen zu erhalten. ordnungsgemäß gibt es auch zwischenstops um gehörtes nachzufühlen – das macht froh.
durch selbstversuch wurde auch die ideale albumhörzeit ermittelt: nach langem und erholsamen schlaf mit ausgiebigem frühstück genießen – bei aufgesperrten fenstern und hereinströmender restsommerluft.
today I saw the masterpiece hanging on the wall – trotzdem geht es weiter.
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