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Juniper Leaf - broom, briars, torches from the fire
 
 

Juniper Leafbroom, briars, torches from the fire

 

märchen sind nur etwas für kinder? keineswegs. erst recht nicht, wenn sie einmal nicht in buchform, sondern musikalisch im raum umherschwirren. auch wenn man dem kleinkindalter schon längst auf wiedersehen gesagt hat, darf man ab und zu in mystische, teils unheimliche, teils geheimnisvolle märchen eintauchen. juniper leaf, ein quartett aus london, haben auf ihrem album "broom, briars, torches from the fire" nicht nur allerhand märchen ähnliche geschichten vertont, sondern spielen auch auf gesamter albumlänge mit dieser thematik, wobei sie auf musikalischer, sprachlicher sowie visueller ebene der aufgeworfenen thematik unentwegt zündstoff liefern. juniper leaf machen keinen hehl daraus, dass sich das märchen-motiv im gesamtem kreativen prozess widerspiegelt und so werden schon beim lesen der songnamen wie "witch's book", "princess" oder "king william's lady" entsprechende assoziationen geweckt und passende stimmungsbilder geschaffen. ein gutes märchen besitzt von allem ein bisschen. auch die band versucht die verschiedensten spannungsmomente einzufangen und den hörer vielseitig zu beschäftigen.

das glückt ihr unter anderem mit dem einsatz von orgel, violine, banjo, pfeifen oder glocken, die neben den üblichen instrumenten den spielraum ansehnlich erweitern. in anderen bereichen gelingt es juniper leaf nicht ganz diese viel versprechende basis ähnlich gekonnt auf die songstruktur und die damit verbundene abwechslung zu übertragen. der spannungsbogen ist zum teil der leidtragende und nimmt den songs etwas von ihrem glanz. mal lässt die musik einen wahrlich im dunklen dickicht verloren umher wandern, mal bietet sie im richtigen moment einen lichtblick und macht lust auf mehr, gerade wenn die traditionellen folk elemente vordergründig in erscheinung treten. gesanglich gesehen stolpert der ehemalige chikinki sänger rupert browne auch vereinzelt von ton zu ton und liefert am mikrofon eine leistung ab, bei der nur jeder zweite ton sitzt, was mitunter das allgemeine akustische erlebnis beeinträchtigt.

annett
 

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