VenturaWe Recruit
VÖ: 07.06.2010 // Africantape

VÖ: 07.06.2010 // Africantape
Wenn „We Recruit“ so heimlich und leise mit einem Pfeifen beginnt, das die Melodie der E-Gitarre ankündigt und gefragt wird: „How close are we to the collapse?“, geantwortet wird: „We will fight till the end“ und wenn es dann später heißt: „Twenty four thousand people die for hunger in the world every day.“, dann kommt man nicht umhin sich einmal wieder Weltuntergangsszenarien auszumalen. Das Bild des untergehenden römischen Imperiums, das auf die CD-Gestaltung gewirkt hat, oder der weltweite Zerfall, der jetzt gerade – von einigen Leuten mutig beobachtet – stattfindet. In den düster aufgeladenen Gitarren, die man so ähnlich, aber abwechslungsreicher von The Cooper Temple Clause kennt, zeigt sich wenig zeitgeschichtliche Präferenz, das gleiche gilt für die manchmal gelangweilte, andernorts beinahe zerbrechliche Stimme Philippe Henchoz'. Umrahmt von einem traurig-nacktem Anfang und Ende donnert der Schweizer Indie-Rock – klassischer in den 90'er Jahren beliebter Indie-Rock: Der mit Schweiß, Energie und Erschöpfung am Ende – dann auch ziemlich einheitlich kräftig daher. Ergänzt von dumpfem Bass und schmetterndem Schlagzeug ergibt das leider höchstens die Jugenderinnerung an viel zu laute Konzerte, die man aus Platzmangel vor den Boxen verbrachte.
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