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The Morning Benders - Big Echo
 
 

The Morning BendersBig Echo

 

Mit beängstigender Leichtigkeit ruft das kalifornische Indie Pop Quartett auf ihrem Zweitling in den Wald hinein, streift dort kurz die flinken Füchse, weckt den schlafenden Grizzly Bear, um schließlich am Beach House anzukommen.

Waren die Songs auf ihrem hoch gelobten Debütalbum „Talking through tin cans“ noch sehr Shins lastig, von sonnigen leicht verdaulichen Popmelodien durchzogen, wird auf Big Echo eine spürbare Weiterentwicklung, was die Komplexität der Songstrukturen angeht ,deutlich. Die brillanten Hooklines sind zwar nicht gänzlich verschwunden, wie „Stitches“ oder „Cold War“ beweisen, dennoch kultivieren die Morning Benders nunmehr hemmungslos ihre klangliche Verbundenheit zu bereits erwähnten New Yorker Bären.

So kombinieren entspannten Surf Pop mit „bärigem“ experimentell verschlungenem Sound und staffieren das ganze mit allerlei genretypischem Instrumentarium wie Streichern und Chören aus. Die Arbeit von Grizzly Bear Multiinstrumentalist Chris Taylor an den Reglern ist wahrlich unüberhörbar. Kammer- Surf Pop mag die passende Bezeichnung sein. Man bewegt sich neugierig erforschend durch wabernde, sanft dahin gleitende Klangbilder, die sich auch schon mal in früher Weezer Manier aufbrausend erheben, wenn sich der glitzernde Nebel lichtet.

Obwohl der Wald in heutiger Zeit von Vertretern der Retro-Pop Spezies übervölkert zu sein scheint, schaffen es die Benders doch spielerisch ihre eigene Nische für sich zu behaupten. Ein Album, das langsam, aber beständig wächst und im Gehörgang widerhallt.

Big Shout. Big Echo.

thorsten
 

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