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you say party! we say die! - xxxx
 
 

you say party! we say die!xxxx

 

sommerzeit = zeit für pop, pop und noch mehr pop. you say party! we say die! haben das begriffen und spielen sich gegenseitig emsig die pop-melodien zu. anstatt an den instrumenten abzuprallen, federn die vielen eingängigen tonfolgen jedoch galant im klanggerüst hin und her und suchen sich mit jedem song auf's neue den besten spielpartner aus. was das mysterium des albumtitels angeht, wird auch schnell abhilfe geschaffen. "xxxx" steht nicht etwa für eine zensierte, unter die gürtellinie geratene wortwahl, sondern steht ganz simpel für "love". das wird schnell deutlich, wenn man sich songtitel wie den opener "there is xxxx (within my heart)" oder "make xxxx" ansieht oder sich darüber hinaus die texte genauer anschaut. musikalisch wird auf altbewährtes zurückgegriffen, jedoch fallen viele der stücke noch einen tick tanzbarer aus als in der vergangenheit. obendrein hinterlässt die produktion einen glattgebügelteren eindruck als bei den alben davor, was die songs insgesamt sehr leicht zugänglich macht. you say party! we say die! haben in vielerlei hinsicht eine sehr anständige pop-platte aus dem hut gezaubert, deren größter pluspunkt darin besteht, dass die band nach wie vor eine palette an hits produzieren kann und der spaßfaktor dabei niemals zu kurz kommt.

zu beginn wird die gut gelaunte katze jedoch noch nicht aus dem sack gelassen, denn "there is xxxx (within my heart)" wacht erst nach und nach auf und lässt zunächst einer verträumten keyboard-melodie den vortritt, die im verlauf des songs zusammen mit den drums an intensität gewinnt. angriffslustiger gestalten sich dagegen tanzflächenfüller wie das energische "glory" oder das zappelige "cosmic wanship avengers". dunklere ambitionen und ein hauch von gefahr in der luft versprüht hingegen "xxxx loyalty", welches mit loderndem bass stets kurz vor dem ausbruch zu stehen scheint. eine ganze spur versöhnlicher wirken dagegen songs wie das von twin peaks inspirierte "laura palmer's prom" oder die abschließende ballade "heart of gold", die das album stimmungsvoll und nachdenklich abrundet. you say party! we say die! können zwar ausgezeichnet über weite strecken ihre freude an der musik in vergnügten, rhythmisch stets auf zack tanzbaren songs zum ausdruck bringen, offenbaren aber gerade in ruhigeren momenten, dass sie auch getrost einen gang zurückschalten können und musikalisch trotzdem etwas hängen bleibt. es bleibt zu hoffen, dass der kürzliche tod des drummers devon clifford den bandgeist nicht völlig in die tiefe ziehen wird und die band auch in zukunft ihre frohe seite zeigen kann.

annett
 

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