Mountain ManMade The Harbor
www.myspace.com/mountainmansquint
VÖ: 18.06.2010 // Bella Union

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VÖ: 18.06.2010 // Bella Union
Im Wilden Westen war ein Mountain Man ein Trapper, der die Wälder durchstreifte und Jagd machte auf Tiere, deren Fell sich zu Bestpreisen verkaufen ließ. So einen Gesellen muss man sich wohl als einen etwas seltsamen, zotteligen Eigenbrötler vorstellen. Ob diese Eigenschaften auch auf die drei Mitglieder der Band Mountain Man zutreffen, darf bezweifelt werden, zumal es sich bei ihnen - anders, als der Name vermuten lässt - nicht um Männer, sondern um junge Frauen handelt.
Molly Erin Sarle, Alexandra Sauser-Monnig und Amelia Randall Meath lernten sich vor ein paar Jahren auf dem College kennen und widmen sich seitdem dem Folk. Und zwar nicht irgendeiner modernen Spielart, sondern der ursprünglichsten Form. So verzichten die Songs des Debüt-Albums „Made The Harbor“ auf eine üppige Instrumentierung und verlassen sich in erster Linie auf mehrstimmige Vokalharmonien und - wenn nötig - ein paar Akkorde auf der akustischen Gitarre. Trotz dieser Reduziertheit ist Mountain Man ein dennoch erstaunlich abwechslungsreiches Album gelungen, was allerdings wohl auch der Kürze der einzelnen Stücke geschuldet ist. Einzig der „Dog Song“ überschreitet die Drei-Minuten-Marke ganz knapp, während sich das Trio ansonsten gerne einmal mit unter zwei Minuten zufrieden gibt.
„Made The Harbor“ ist eine gut halbstündige Zeitreise, die sicher auch dem zotteligen Eigenbrötler aus den Bergen gefallen dürfte. Ein paar mehr Instrumente hätten der manchmal etwas arg spröden Platte allerdings nicht geschadet.
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