TravelsRobber On The Run
VÖ: 10.06.2010 // Own Records

Ein Hoch auf Facebook! Das offenkundlerische Super-Social Network hat mir auf gewohnt dezentem Wege mitgeteilt, dass Byte FM „Robber On The Run“ zum Album der Woche gekürt hat. Anbei gab’s Links zu den Videos von „Smile“ und „City Lights“. Die Musik fand ich ja eh schon toll, aber auch die Machart der kleinen Filmchen begeistert. Mona Elliott, die weibliche Hälfte von Travels, ist anscheinend auch im Zeichnen und Gestalten ein Talent. Sie hat nämlich die Illustrationen in „Smile“ verzapft und ist nebenbei auch noch für das Design des Plattencovers verantwortlich. Die Bilder stellen das dar, wofür jeder einzelne Song plädiert: Innehalten. Entschleunigen. Nachdenken.
Tiny Mix Tapes hat es 2006 richtig formuliert: „Travels is a safe house in a world of confusion. Intimate and intense, with daring dialogue and characters, Travels is a compassionate gem of a pop album, and something we all dearly need more of in our lives.”
Das dritte Album der Band von Mona Elliott und Anar Badalov wurde komplett in ihrem Apartment in Somerville, Massachusetts, geschrieben, aufgenommen und gemixt. Theoretisch hätten sie ihre Songs auch mal über die 3-Minuten-Grenze luken lassen können, aber die relativ kurze Spielzeit der Stücke war beabsichtigt. Dadurch gewinnen sie zweifellos an Prägnanz und Ausdrucksstärke.
Raue, dabei zart gezupfte Gitarren, manchmal auch entschlossene Riffs, ein wohldosiertes Schlagzeug, Klavierspiel, vereinzelte Synthies und Bass treten an vielen Stellen in den Vordergrund. Der Gesang von Elliott und Badalov ist meist zurückhaltend, bricht sich aber hier und da durch die Instrumente.
Ein tolles Album. Anhören.
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