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Q'aa - Chi'en
 
 

Q'aaChi'en

 

Die aus der spanischen In-Metropole Barcelona stammende Formation Q'AA legt mit „Chi'en“ ein Album vor, auf dem sich irgendwo zwischen Krautrock, Noise und No-Wave bewegende Mid-Tempo-Rocksongs mit ambienthaften Soundspielereien angereichert werden. Die Katalanen nehmen sich dafür sehr viel Zeit. Über von tapsigen Drumming bestimmte, mantraartig hypnotische Rhythmuspatterns werden dabei immer wieder krautig wabernde, zermürbend lang gezogene Texturen gelegt, die mal rustikal, mal sparsam, mal freejazzig, mal kreischend atonal das Klanggeschehen prägen. Die Stücke werden zwischen psychedelischen Anklängen, experimentellen Ambientsounds, Noise-Ausbrüchen, mäandernderndem Krautrock und No-Wave-Schrägheit hin und her geschubst. In einzelnen Songs und Abschnitten funktioniert das bestens. Über die Gesamtspielzeit des Albunms ergibt sich jedoch der Eindruck, das Ganze wäre ein Mitschnitt einer Jam-Session von Leuten, die zwar durchaus fähig sind, aber das erste Mal zusammen im Proberaum stehen und nicht so richtig wissen, wo die musikalische Reise denn nun eigentlich hin gehen soll. Und das ist auch die Große Schwäche der Scheibe: die Songs wirken unkonkret, unbestimmt, unausgereift. Auf der Bühne, wo der Zuhörer noch zusätzliche Bezugsebene und damit die Möglichkeit zum Nachvollziehen hat, mag das wesentlich besser funktionieren. Auf Tonträger, der in einer Umgebung abgehört wird, wo die Musik für sich allein stehen muss, bietet das Material einfach zu wenig fassbares, zu wenige Anknüpfungspunkte für etwaige emotionale Reaktionen darauf. Und so verläuft sich „Chi'en“ in den 80 Minuten Spielzeit leider wiederholt in Beiläufigkeit.

kon
 

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