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Witt - Whip
 
 

WittWhip

witt.bandcamp.com

VÖ: 07.06.2010 // Young Optimists

 

San Diego ist bekannt für musikalisch gern mal Verschrobenes. Ein bisher nahezu unbekanntes Trio au s America's Finest City nährt nun diesen Ruf mit einem Debüt-Album, welches fummelige Mathverknotungen mit einer beinahe jazzig coolen Abgeklärtheit beeindruckend zusammen zu bringen vermag. Die Instrumentalmusik von WITT erinnert dabei schwer an das Dischord-Trio FARAQUET, gelegentlich auch an das schwedische Quintett ALARMA MAN – und hat trotzdem weit mehr zu bieten als Abklatsch.

Die siebzehn Songs auf „Whip“ bestehen im Grunde aus ständigen Rhythmus- und Tempowechseln, wirken dennoch nie zerrupft, sondern stets konsistent und kraftvoll. Die dargeboten Gitarren-Licks und -Riffs beeindrucken mit Einfallsreichtum und kontrastieren mit dem präzise und funkig dargebotenen Bass-Schlagzeug-Konglomerat. In der musikalischen Ausgestaltung des Math-Rock-Prinzips sind die texanischen Jungspunde nicht so hüftsteif wie manch ähnliche Formationen, sondern können gar mit einer gewissen elanvollen Fröhlichkeit aufwarten. Die Band schafft es ob vorhandener Atonalität sowie formaler und rhythmischer Komplex ität kompliziert gebaute Stücke so zu spielen, dass sie natürlich, ja beinahe leicht klingen. „Easy Listening“ ist das hier dennoch mitnichten! Wer lediglich nach kantenloser Hintergrundbeschallung für den Alltag sucht, der wird sich mit WITT wohl schwer tun; wer sich aber auf Schrägklang einzulassen bereit ist sowie gewisses Interesse an Musikalität aufzubringen vermag, der wird viel Spaß an „Whip“ haben.

kon
 

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