Logo
Daniel Decker - Enklave
 
 

Daniel DeckerEnklave

 

Veröffentlichungen unter dem Namen Daniel Decker suchte man bisher vergebens, zog es eben jener in der Vergangenheit doch vor, unter seinem Pseudonym Pawnshop Orchestra charmante LoFi Pop Songs unters Volk zu bringen. Nun scheint es an der Zeit gewesen zu sein, sein „wahres Gesicht“ zu zeigen und mit der vorliegenden Enklave EP einen Vorgeschmack auf sein kommendes Album „Weißer Wal“ zu liefern.

Etwas überambitioniert versucht Decker eine möglichst große Bandbreite seines Schaffens auf den nur fünf Songs umfassenden Silberling zu pressen. Kommt er in den ersten beiden, von knackigen Gitarrenriffs getragenen, Nummern noch als eine Art optimistischer Protestler, der wohl etwas zu lange auf der Hamburger Schulbank gesessen hat, daher, so versucht er sich in „ 22.22 Uhr“ in sprechgesanglichem Diskurs.
Das Bronski Beat Cover „Vorstadtjunge“ (Smalltown Boy) bietet feinsten Synthie Pop, bei dem Jimmy Summervilles Original Falsett ebenfalls einem effektveredelten Sprechgesang weichen musste.

Den Abschluss bildet die melancholische Piano Ballade „Langsames Gift“, die Decker von seiner besten Seite zeigt. Zunächst behäbig dahin schleichend, verliert sie sich schließlich in sich überlagernden Feedbackschleifen und lässt hoffen, dass das folgende Album etwas homogener ausfallen möge.

thorsten
 

Kommentar abgeben

 
 
 
 
 
Kommentar absenden
 

Kommentare müssen nach dem Absenden per E-Mail bestätigt und aktiviert werden. Achtet daher bitte auf die korrekte E-Mail-Adresse. Kommentare die in der Vergangenheit schon einmal aktiviert wurden, werden sofort veröffentlicht.

 
 
Real Time Web Analytics