Untied StatesInstant Everything, Constant Nothing
VÖ: 30.04.2010 // Distile Records

VÖ: 30.04.2010 // Distile Records
Acht Jahre machen Untied States aus Atlanta nun schon Musik zusammen und das hört man dem Quartett auch an. Erwachsen klingt diese Veröffentlichung, die wie aus einem Guss zu sein scheint und trotzdem bis zum letzten Schlussakkord die Ohren eines jeden Zuhörers spitzen lässt. Nicht nur weil Instant Everything, Constant Nothing eine wirklich solide Platte ist, sondern weil man auf diesem Silberling auch Helden vergangener Tage deutlich erkennt. Ein bisschen Fugazi hier, ein wenig Sonic Youth da, hinzu noch eine Priese Buzzcocks und das Soundgerüst von Untied States steht und lässt sich auch nicht zu Fall bringen. Die Amerikaner ruhen sich darauf jedoch nicht aus sondern verpassen diesem Gerüst einen Feinschliff, der einen eigenen – zwar nicht innovativen – Sound kreiert, der Freunde der genannten Referenzbands aufhorchen lässt.
Verzerrte Gitarren treffen hier auf einen meist schleppendes Drumming, was eine melancholische fast resignierende Grundstimmung erzeugt. Der Gesang verliert oft seinen Melodie und artet in einem flehenden, gequälten Geächze aus bevor er sich wieder auf seinen eigentlichen Weg besinnt. Anstrengend wird das trotzdem nicht – wie gesagt Untied States sind auf dieser fünften Veröffentlichung erwachsen.
Elf Tracks die ihren Platz zwischen Indie, Rock und Post-Punk finden. Die Bezeichnung Art-Rock, welche die Band selbst vornimmt scheint hingegen eher deplaziert. Bleiben wir doch lieber bei den anderen Genrezuordnungen – gut bleibt Instant Everything, Constant Nothing ja trotzdem.
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