irepressSol Eye Sea I
VÖ: 23.04.2010 // Make My Day Records

VÖ: 23.04.2010 // Make My Day Records
Das Artwork täuscht gewaltig: Erwartet man nach Betrachtung des farbenfrohen, fast psychedelischen Designs des nunmehr zweiten Langspielers der Bostoner Band ruhige, sphärische Klänge so liegt man definitiv falsch und dies wird einem auch innerhalb der ersten paar Sekunden klar: Brachial eröffnet das Quintett und es hagelt verzerrte Gitarren und Breakdowns die den Anschein machen, dass man es hier mit einem Metalcore- bzw. Metalalbum zu tun hat.
Erst nach der Hälfte der Sol Eye Sea I wird klar, dass Irepress sich nicht so einfach abstempeln und in eine Schublade stecken lassen. In fast anarchischer Manier werden nun wild die verschiedensten Stilrichtungen gemixt: Die Metalgitarren weichen sphärischem Picking, das sich unter Synthieeffekten verliert bevor Bass, Schlagzeug und Gitarre wider ungeahnt die Stille bezwingen. Streckenweise lassen sich sogar R&B Beats erahnen, die dann aber wieder in gekonnten Rhythmenwechseln untergehen. Was die fünf jungen Herren hier fabrizieren ist avantgardistisch ohne jedoch den Zuhörer mit ihrem virtuosen Spiel zu erdrücken.
Songstrukturen und einen roten Faden kann man auf diesem Release vergeblich suchen – aber genau das macht Sol Eye Sea I zu einer solch abwechslungsreichen und aufregenden Platte, die auch nach mehrfachem Durchhören einfach nicht langweilig werden will.
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