Little WomenThroat
www.myspace.com/littlewomensounds
VÖ: 13.04.2010 // Gilgongo Records

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VÖ: 13.04.2010 // Gilgongo Records
Eine Rechtfertigung oder Erklärung für den Sound des Debüts des Quartetts aus Brooklyn ist wohl die Tatsache, „dass alle jahrelang die Musikschule besucht haben und sich ihr Album an verschiedensten Einflüssen bedient.“
Hier werden nicht diverse Genres gemischt, hier wird sich am vorhandenen musikalischen Genrerepertoire einfach bedient und scheinbar per Zufallsprinzip ein paar aussortiert. Die prägnantesten bleiben jedoch Free-Jazz und Noise, wobei letzteres die sieben Songs des Langspielers dominiert. Dazu hagelt es immer wieder Standardgitarrenriffs und Jazz-Saxophone der pre-virtuosen Zeiten. Tenor- und Altsaxophon spielen versetzt und teilweise ungestimmt und so wird der teils brachiale Noisesound stetig von einem aufkratzenden Blechteppich untermalt. Dann wird es leise und Gitarrenpicking plätschert vor sich hin wird von einem Tiergeschrei überholt und Throat endet so abrupt wie es begonnen hat.
Während sich manche Bands in ihren Pressetexten einfach nur mit dem Terminus „Underground“ schmücken, geben Little Women dem Underground wieder die Berechtigung und die Authentizität zurück. Thorat ist aus dem Underground für den Underground. Bei Ottonormalverbraucher lässt sich diese Veröffentlichung nicht im Plattenregal einordnen. Wer bei Namen wie Albert Ayler und Phillip Glass allerdings die Augenbrauen hochzieht, der sollte sich dieses dreiviertelstündige Werk anschaffen.
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