kashmirtrespassers
VÖ: 05.03.2010 // sony music

sich zeit lassen, aber dafür nach einer wartezeit von ein paar jahren, mit etwas zeitlos schönem im album-format um die ecke kommen - die rede ist von kashmir und ihrem neuem werk "trespassers". die lange sendepause beschert uns nun zehn songs, die sich nicht nur ans ohr, sondern besonders ans herz schmiegen. dabei haben sich die dänischen musikveteranen ihr gespür für erhabene klänge und emotionale tiefe bewahrt, das selbst den traurigsten moment in ein strahlendes licht rückt und diesen zu etwas besonderen macht. die erste single "mouthful of wasps" eröffet das album und mausert sich gleich im chorus zu einem würdevollen und majestätischen kunstwerk, das im verlauf des songs immer mehr an größe gewinnt.
der leichte anflug von melancholie, der kashmir seit jeher begleitet, schwingt auch auf "trespassers" wohlwollend und ganz ungeniert mit, wird aber wirkungsvoll durch dynamische und volumenreiche musikalische explosionen immer wieder durchbrochen, wie zum beispiel in "mantaray". das folgende "pallas athena" bildet hingegen in der ersten hälfte des albums einen überraschenden ruhepol, der mit piano-klängen, elektronischem tongerüst und verfremdeter computerstimme aufwartet, bevor die harmonien kashmir wieder einholen und auf den folgenden songs förmlich miteinander wetteifern. auch nach der musikalischen funkstille vermag es die band ein ausdrucksstarkes und imposantes ergebnis vorzulegen, das mit songs wie dem schönen, aber zurückhaltenden "danger bear" oder dem im gegesantz dazu kraftvollen "pursuit of misery" nur zwei von vielen facetten zeigt. kashmir beherrschen das spiel der kontrastreichen elemente und sind in der lage diese im höchsten maß wirksam miteinander zu kombinieren.
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