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THE SOUNDS - CROSSING THE RUBICON

The SoundsCrossing The Rubicon

vö: 05.03.2010

web: www.myspace.com/thesounds

label: Snowhite

 

los geht das neue album von "the sounds" mit einer reminiszenz an die rolling stones. ron wood sagte einmal über seinen bandkollegen keith richards: "no one sleeps when he's awake". der daran angelehnte titel ist aber auch die einzige ähnlichkeit mit den stones. stattdessen fliegen uns 80s inspirierte synthieklänge, melodienreiche gitarrenriffs, fette beats und die stimme von schwedens bestem powerfrauen-export entgegen.

überhaupt haben wir es hier mit einem abwechslungsreichen album zu tun, durch das sich dennoch ein roter faden zieht. so hätte "my lover" ohne weiteres auch ein hit direkt aus den 80ern sein können, mit pochender drum machine, großen gitarrenriffs und synthie wänden. in stücken wie "dorchester hotel" überwiegt dann wieder der kraftvolle gesang. die gitarre klingt als durchsuche sie die strophen nach ihrem ziel, welches sie schließlich im chorus findet. kurzum: super nummer!

back to the roots geht es in "beatbox". der beat tänzelnd irgendwo zwischen 80s hip hop und dschungeltrommeln hin und her, während sich sängerin maja als rapperin versucht. richtig "true" klingt das nicht, dafür aber verdammt sympathisch. dieses experiment verdient sich zweifelsfrei seinen platz auf dem album. außerdem versuchen die sounds mit diesem stück ja auch gar nicht irgendwelchen gangsterrappern paroli zu bieten.

das namensgebenden "crossing the rubicon" baut sich langsam zu einer hymne auf, der männliche gesangspart verleiht dem ganzen eine noch tiefgründigere melancholie. leider ist das lied schon wieder zu schnell vorbei.

"midnight sun" ist eines der eindeutigen albumhighlights. maja ivarssons stimme trägt die melodie mit einer leichtigkeit, die sich sofort im kopf verankert. das ist einer von diesen songs, bei denen die ganze familie das radio lauter dreht.

in "lost in love" gibt es zunächst retro-synthiegedudel wie aus einem alten game boy-klassiker zu hören. und das ist ausschließlich positiv zu verstehen. sobald der kratzig-bissige gesang sich darüber legt und im chorus die halbe band einsteigt, baut sich das stück zu einem 1a popsong auf. am ende klingt das keyboard sogar für einen kurzen moment nach dem a-ha hit "take on me". zufall - oder einfach humor?

ein analoges klavier gibt es erstmals bei "the only ones" zu hören. dazu im minimalistischen intro nur die stimme der frontfrau, bevor schließlich der rest der band dazu stößt und sich der kreis zu einem glattpolierten popperlchen schließt. sicherlich gut anzuhören, aber eine reduzierte version wäre hier auch interessant geworden. vielleicht dann beim unplugged album.

zum abschluss schütteln die vorzeigeschweden noch mal so eben einen hit aus dem ärmel. "there was a time i couldn't see myself growing older" heißt es in "home is where your heart is". bei dieser geballten ladung energie kann man sich ein älter werden wirklich kaum vorstellen. noch bleiben uns the sounds zum glück noch mindestens ein paar jahre erhalten in denen sie uns unterhalten dürfen.

übrigens: wer die band noch einmal live gesehen hat, weiß um ihre mitreißende bühnenpräsenz - diese wurde hier wirklich so gut es irgend möglich ist auf cd (und andere tonträger) gebannt. wer auf gute unterhaltung steht ist mit "crossing the rubicon" mehr als gut bedient.

colin
 

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