So Many DynamosThe Loud Wars
VÖ: 26.02.2010 // Megaphone Records

VÖ: 26.02.2010 // Megaphone Records
So Many Dynamos wollen nicht in Schubladen gesteckt werden. Dringender noch als der Rest von uns. Daher geben sich die vier Musiker aus Edwardsville, Illinois, auch alle Mühe, ihren Sound nicht vorherseh- und kategorisierbar zu gestalten. Mit "The Loud Wars" ist ihnen das durchaus gelungen. Weil eine Rezension so ganz ohne grobe Genre-Beschreibung aber relativ lückenhaft ist, hier ein Versuch: Math Rock meets Dance Punk meets Indie-Keyboard-Pop.
In zehn Songs entfesseln Aaron Stovall, Ryan Wasoba, Clayton Kunstel und Griffin Kay ihre Instrumente und erzeugen eine höchst ungewöhnliche Melange aus schwindelerregenden Gitarrenläufen, preschenden Drums und 80er-Jahre-Videospiel-Jingles. Einen erheblichen Einfluss bei diesem wüsten, mit allerlei Audioeffekten versehenen Stilgemisch hatte sicherlich der Produzent, Chris Walla, seines Zeichens selbst ziemlich berühmt, da Gitarrist von Death Cab For Cutie. Der Klang zurückspulender Kassetten in "New Bones" ist beispielsweise auf seinem Mist gewachsen.
Mit Chris Walla hatten So Many Dynamos 2006 Glück im Unglück: Damals wurde der Band während einer Tour ihr Equipment gestohlen - Walla überließ ihnen großzügigerweise Gitarren, damit sie die Gigs zuende spielen konnten. Er war durch die im selben Jahr erschienene Platte "Flashlights" auf die Musiker aufmerksam geworden und bot nun an, "The Loud Wars" zu produzieren. Lehnt man nicht ab.
Und so wollen So Many Dynamos mit ihrem dritten Album nun auch außerhalb der Staaten, fernab von ihrer Fanbase, ein Statement setzen: gegen Genrezugehörigkeit, für die Emanzipation einer Band und ihrer Musik. Das sind wir, das sind unsere Songs, basta. Friss oder stirb. Zeit, dass Deutschland frisst.
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