Sieben deutlich Synthies -infizierte Indie- Pop Songs serviert das Wiesbadener Quintett Rokoko auf ihrem ersten Longplayer.
Schnörkellos nach vorne treibend und allesamt mit Tanzboden Potential ausgestattet, wissen die Stücke auch textlich zu überzeugen.
Subtile Alltagsbeobachtungen und das allseits bekannte Spektrum zwischenmenschlicher Beziehungen werden in charmant nachdenklichen, mit der nötigen Prise Selbstkritik gewürzten, Texten verarbeitet. Dabei sind die Jungs selten um intelligente Wortspiele („wir tun nicht was wir wollen, wir wollen bloß was wir tun“ aus „wissenschaft“) verlegen, ohne Gefahr zu laufen in die Banalität abzugleiten oder sich in abgedroschenen Klischees zu verlieren.
Könnten, ja müssten eigentlich schon jetzt in einem Atemzug mit anderen üblichen Verdächtigen wie Virginia Jetzt!, Anajo oder den Fotos genannt werden.
Nur noch eine Frage der Zeit bis auch für Rokoko goldene Zeiten anbrechen.





















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