cold war kidsbehave yourself ep
VÖ: 19.01.2010 // cooperative music

da sind sie wieder. nicht, dass sie richtig weg gewesen wären. cold war kids läuten das neue jahr gebührend mit einer ep veröffentlichung ein. und was finden wir darauf? eine handvoll songs, die angeblich von der "loyalty to loyalty" schreibfeder übrig geblieben sind und stücke, die erst danach den weg durch den kopf und auf die tasten und saiten gefunden haben. das beste kommt bekanntlich zum schluss. cold war kids haben dieses sprichwort gnadenlos ignoriert und umgedreht. gleich zu beginn der ep liefern sie mit "audience of one" den stärksten song von insgesamt fünf kreativen ausbrüchen. nicht mehr als zwei akkorde auf dem piano sind nötig, um dem song ein markantes pflaster aufzudrücken.
auch "coffee spoon" weckt den wiedererkennungswert der band im großen stil und gestaltet sich, wie der rest der ep, zugänglicher als so manche verstricktheiten auf "loyalty to loyalty". weniger komplexität, mehr geradlinigkeit, aber immer noch diese unverwechselbare handschrift, die auch dieses mal songs hervor bringt, die als kleine überbrückung bis zum nächsten streich mehr als nur ein "überbleibsel" sind. wird anfangs bei "audience of one" noch mit leichtigkeit für ein deutlich größeres publikum gespielt, nimmt dieser eindruck gegen ende der ep etwas ab und cold war kids wenden sich spätestens bei "sermon vs the gospel" vom eingängigen dem speziellen charakter zu. wem die vertonung religiöser inhalte nicht zusagt, der ist vielleicht beim umgänglichen "santa ana" goldrichtig aufgehoben, dessen dramatik im minutentakt zunimmt und dessen gitarren besonders im refrain farbenfroh aufblühen. insgesamt, und erst recht im hinblick auf alles bisherige, stellt die ep eine lobenswerte ergänzung der musikalischen ader der cold war kids dar.
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