hot chip

hot chipone life stand

VÖ: 29.01.2010, parlophone

Von Bene Scholler

zu beginn ihres vierten albums warnen hot chip vor den dieben der nacht. und man fühlt sich ehrlich betrogen um die nacht, die man von dem quintett kannte und trotzdem geht sie weiter. eine ambivalenz mit der ein schwarz-weiß schwierig wird.

der one-life-stand verfügt über euro-dance ("i feel better" und "we have love"), sphärischem gesang (alle songs) und weihnachtslied-anleihen ("slush") mit denen er als debut wohl untergegangen wäre. aber hot chip sind eben schon mehrere schritte weiter und daher nennt es die plattenfirma einen sprung ins ungewisse (mehr back-up kann man wohl nicht erwarten).

einen sprung in den cleveren mainstream-pop trifft es da wohl eher. ironische verweise ("brothers") gemischt mit feingestreuten beats und der stimme von alexis taylor. das nerdige wurde über die jahre zum gewünschten. und das gefrickelte und oft so tanzbar produzierte, wird in hochglanz eingepackt. "one life stand" und "alley cats" ragen heraus aus den 10 songs. hier perfektionieren sie ihren brückenbau vom minimalen zum pop. bei "one life stand" drückt der bass gepaart mit feinen höhen, und bei "alley cats" lebt durch die geschlängelte mehrstimmigkeit, das viel zu seltene gruppengefühl auf und hebt den song schwebend in den schmerz.

der rest ist dann hot chip nur eben anders, unterschwelliger, weniger offensichtlich und leider weniger dance, weniger rau. aber eben auch die logische weiterentwicklung einer band, die auf den ersten blick noch mehr ins allseits bekannte tritt und dessen typischen feinheiten durch aufmerksamkeit und wiederholung zu finden und zu genießen sind. schließlich sagen uns die diebe der nacht: "happiness is, what we all want!"

pop ist nicht gleich pop. auf dass die zerissenheit, dem genuß beim ersten live-erlebnis weicht.

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