Popular DamageThe Royal Fly (EP)
VÖ: 11.12.2009 // AWAL

ungewöhnlich: mit einem remix beginnt die "the royal fly" ep, des berliner elektropopduos "popular damage". dieser ist gleichzeitig die erste singleauskopplung des nachfolger zur 2008er ep "top hits of the usa".
saftig knarzige beats mit einem wunderbar ins ohr gehenden "ah ah oh oh oh oh" gibt es im double dragon remix von "everybody got young" zu hören. der darauf folgende originaltrack ist auch nicht zu verachten, nur klingt er im direkten vergleich etwas abgespeckt. definitiv ein spannende sache, die der geneigte electro-pop hörer auf dem schirm haben sollte.
wahlberlinerin nadine raihani - ursprünglich aus manchester - legt mit charmantem britischen akzent ihre vocals über die feinfühlig programmierten hitkandidaten, die sie mit schonimmerberliner stephan hengst aufgenommen hat. neben besagtem tanzgaranten-remix haben die beiden noch einige weitere hörenswerte titel mitgebracht.
"savvy in newby" sorgt mit kinderstimmen-samples und effektorgie für eine erstaunlich relaxte atmosphäre, während in"exclusive" eine wunderhübsche synthiemelodie aus den boxen tanzt, die auch am düstersten wintertag für gute laune sorgt. stellenweise klingt das wie der neue dancefloor hit in besseren clubs. es sei denn ein findiger werbeagenturmensch mit geschmack entdeckt die nummer für die nächste große autowerbung. so unrealistisch ist dieses szenario gar nicht.
nicht umsonst wurde das künstlergespann schon als eine poppige kreuzung aus den yeah yeah yeahs und daft punk bezeichnet. das trifft den kern der sache punktgenau. touren mit the rakes, duné oder the whip sowie die anfertigung von remixen für zoot woman, miss platnum oder digitalism runden die aufzählung an referenzen ab.
klingt nach den optimalen kriterien für einen erfolgreichen karrierestart. einzig: ein label haben "popular damage" noch nicht. komplett in eigenregie haben sie sich um aufnahme, vertrieb und promotion gekümmert. das dürfte sich aber demnächst ändern.
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