in stichworten: sympathisch, detailverliebt, verspielt, melancholisch, tiefgründig, vielseitig.
in sätzen: die mittzwanziger-wahlwienerin anna kohlweis alias paper bird hat mit "thaumatrope" ein großartiges drittes album hingelegt. zugegeben: ich habe weder von ihr noch den ersten beiden alben je gehört, aber das hat sich jetzt zum glück geändert.
spontane assoziationen die beim ersten hören in den kopf schießen: arcade fire in entspannter, port o'brien in weiblicher und get well soon mit weniger melancholie. ein wenig erinnert die stimme auch an the knife/fever ray-sängerin karin dreijer andersson. dennoch ist thaumatrope ein neues, inspiriertes album und paper bird keine kopie sondern eine eigenständige, interessante künstlerin die sich jeder musikliebhaber notieren sollte. gedankt soll dem jungen label seayou records aus österreich für diese entdeckung sein.
talent hat paper bird reichlich. immerhin ist das album komplett selbst eingespielt und -gesungen. inklusive field recordings, mehrschichtigen vocals, akkordeon, sonstiger instrumentenvielfalt, choralem gesang, wunderhübschen melodien und inspirierenden texten.
das album trifft den richtigen nerv - neben den oben beschriebenen attributen klingt es vertraut, emotional und familiär. ein bisschen wie weihnachten. bloß ohne stress.
beide daumen hoch - thaumatrope ist definitiv eine platte zum mehrmals hören.
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