Angeblich glauben mehr als 80% der Isländer an Feen und Elfen. Nicht ganz so fantastisch veranlagt sind die zwei Jungs und drei Mädels welche die Insel musikalisch unsicher machen. Die glauben an Mammuts, nennen sich selbst so – wobei Sie keineswegs zu den alten Knochen gehören, Im zarten Teenageralter zwischen 14 und 16 haben Sie im Dezember 2003 die Band gegründet und seither zahlreiche Bandwettbewerbe gewonnen.
Mittlerweile gehört die Band zu den erfolgreichsten auf der Eisinsel, Dabei ist das Rezept ganz einfach, radiotaugliche Rockmusik mit regionaler Prägung. Der Gesang ist irgendwo zwischen Elfenbjörk und Rockbjörk, was definitiv aber auch die isländische Sprache mit sich bringt. Ja, richtig gehört. Hier wird in Landessprache gesungen, was den geneigten Westeuropäer lediglich die Instrumentale Ausführung und interessante Klangfarbe der Sängerin vernehmen lässt. Schade eigentlich, da es doch recht emotional klingt, was hier so besungen wird. “Raudilaekur” lässt den Refrain förmlich im Gesang schmelzen, dagegen setzt “Svefnsykt” eine geradezu infernale Gitarrenrifforgie in den Äther.
Mammut erinnern mich ein wenig an Silbermond. Oder Juli. Oder Wir sind Helden. Lediglich der deutlich nordische Hardrockgitarreneinschlag bewahrt Sie vor der Beliebigkeit. Und natürlich die Sprache. Der könnte man nämlich stundenlang lauschen, auch wenn man kein Wort versteht. Aber wer versteht schon die Isländer ?
Markus Soellner
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