Espers3
VÖ: 20.11.2009 // Wichita

VÖ: 20.11.2009 // Wichita
Espers - schon der Name der Band klingt, wenn man ihn behutsam ausspricht, wie das Rascheln von Blättern bei einem sanften Windstoß. Im Falle der Band aus Philadelphia hingen besagte Blätter wohl am ehesten an den Bäumen eines verwunschenen Märchenwaldes, denn Espers sind wahre Meister des psychedelischen, verspulten Folk, der sich dem Hörer nicht unbedingt sofort erschließt. Ohnehin dienen klassische Folk-Strukturen mit akustischen Gitarren, Violinen und mehrstimmigem Gesang nur als das Fundament, auf das die fünf Amerikaner ihre musikalischen Hexenhäuser aufbauen. Etwas leichtgängiger als auf dem klaustrophobischen Vorgänger „II“ sind die Stücke auf „III“ zwar nun ausgefallen, aber allzu oft verlieren sich Espers in den Verästelungen ihrer eigenen Kunstfertigkeit, statt einfach mal auf den Punkt zu kommen. Zum Glück bleibt endloses Gegniedel wie in dunkelsten Prog-Zeiten zwar die Ausnahme, aber recht anstrengend ist „III“ bei aller Ambition über weite Strecken dann doch.
Stücke wie „Caroline“ und „Another Moon Song“, bei denen Espers etwas weniger experimentell daherkommen, sind schließlich auch die Höhepunkte der Platte und eine willkommene Ruhepause für den bereits etwas strapazierten Kopf.
Kommentare müssen nach dem Absenden per E-Mail bestätigt und aktiviert werden. Achtet daher bitte auf die korrekte E-Mail-Adresse. Kommentare die in der Vergangenheit schon einmal aktiviert wurden, werden sofort veröffentlicht.