Kevin DevineBrother’s Blood
vö: 06.11.2009
web: www.myspace.com/kevindevine
label: Arctic Rodeo Recordings
Es gibt Musiker mit den wirklich guten Ideen, es gibt solche mit einer besonderen Begabung, die also in irgendeiner Form virtuos sind oder auch solche mit dem Gespür für den zeitlich genau angebrachten “neuen” Stil.
Kevin Devine teilt wahrscheinlich keine einzige dieser speziellen Eigenschaften, die es ermöglichen würden, ihn berühmt und seine Musik bekannt zu machen, dafür ist er einer der Wenigen, die den Eindruck erwecken, genau das sei das Besondere und Sympathische. Mit dem inzwischen fünften Album erreicht der Brooklyner seinen bisherigen Höhepunkt an Spielfreude und Komposition, der sich bodenständig einfach durch eine enorme Anzahl von Konzerten – zwischen Juni 2006 und Dezember 2008 waren es etwa 600 – entwickeln konnte. Und so schillert “Brother's Blood” in ganz verschiedenen Farben aus der reich kolorierten Palette liebevollen Indiepops und -rocks, in höflicher Singer-Songwritermanier und ab und an auch einfach wie die Westküste von Modest Mouse (“Another Bag of Bones”).
Zumeist hat auch Isaac Brock seine besten Phasen, wenn die zerstörerischen Texte ausbrechen und ihm nichts als die ständige schreiende Wiederholung der letzten Textpassage bleibt, die sich dem Hörer dann in sein Gedächtnis fräst. “It's every twisted fact in my sorry heart” brüllt Kevin Devine da ganz genauso im Titelstück “Brother's Blood.” An seiner eigenen Ausdrucksfähigkeit und Gefühlsschwere zerbrechend und an seiner Berufung zweifelnd (“They don’t need to know about my brother’s blood. ”), dann aber doch dieses Album veröffentlichend, wahrscheinlich bereits wieder tourend. Gewiss mit guter und intensiver Musik.
“My sorry heart, my sorry heart.”
Kommentare
konstruktiven kommentar abgeben
kommentare von eingeloggten usern werden sofort veröffentlicht.




























