HELLO = FIRE - HELLO = FIRE

hello = firehello = fire

vö: 30.10.2009

web: www.hellofire.com

label: schnitzel records

 
 

gewissen menschen juckt es einfach ununterbrochen in den fingerspitzen, wenn es um die musik geht. dean fertita ist einer davon und kommt pünktlich zum herbst mit seiner ersten solo platte um die ecke. nachdem er in der vergangenheit engagiert und munter mit bands wie "queens of the stone age", "the raconteurs" oder mit seinem neuesten projekt "the dead weather" um die häuser gezogen ist, schüttelt er nun ein weiteres ass aus dem hemdsärmel, nämlich "hello = fire".

doch was kann man von einem mann wie dean fertita erwarten, der die meiste zeit damit verbracht hat mit bands unterwegs zu sein, die sich eher dem härteren gitarrensound versprochen haben? wer nun denkt, er widmet sich mit "hello = fire" genau demselben muster, der liegt falsch. zumindest versprechen die insgesamt 12 songs auf dem album eine bandbreite, die ihm viele womöglich nicht zugetraut hätten. während er im kollektiv mit seinen anderen bands gerne das tempo anzieht und die songs ungemein nach rock'n'roll klingen, zeigt er sich solo auch mal von einer anderen seite. diese zeichnet sich dadurch aus, dass der melodie viel platz eingeräumt wird und dean fertita mit links songs produziert, die einen weicheren kern offenbaren. stücke wie "nature of our minds" oder "parallel" lassen den hörer darüber hinaus an deans stimmlich überzeugenden fähigkeiten teilhaben.

da er am ende des tages aber doch nicht ganz ohne die eine oder andere laute gitarre leben kann, gibt es auf "hello = fire" auch noch genügend gelegenheit sich an diesem saiten-instrument zu erfreuen. in vielerlei hinsicht schlagen die meisten songs auf dem album den weg zur rock musik ein, doch dieser wird mit einladenden ausflügen in leichtere umgebungen hier und da abgekürzt. die zusammenarbeit mit brendan benson, die ungefähr die hälfte der songs ausmacht, ist sicherlich nicht unerheblich für diese tatsache. völlig zurecht hat sich dean fertita nun aus der zweiten in die erste reihe vorgewagt und legt mit "hello = fire" ein debüt hin, dem man ruhig mehr als den anstandsapplaus geben darf.


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