the brothers movementthe brothers movement
vö: 06.11.2009
web: www.myspace.com/thebrothersmovement
label: rocket girl
Akustische Täuschungen sind selten. Zumindest kam mir sowas bisher selten unter, aber in diesem Fall muss ich mich doch zwei- bis dreimal vergewissern, dass ich die richtige Platte eingelegt habe. Ja eben, sind ja gar nicht „The Verve“. Nein, es handelt sich hierbei um das selbstbetitelte Debüt der irischen „The Brothers Movement“. Und „Black Rebel Motorcycle Club“ sind es auch nicht? Es war nicht das letzte mal während der nächsten 11 Stücke, dass ich verunsichert bin. Was wird hier denn bezweckt? Versteckte Kamera? Kuckuck.
Der fulminante Start mit „Blind“ führt uns Richard ashcroft ins Wohnzimmer, bei „Standing Still“ springen Oasis hinter dem Ofen vor und letztendlich bewegen wir uns durch die gesamte Musikgeschichte des Brit-Pop inklusive der Gotteslästerung an den Stones und den Beatles. Man darf Vorbilder haben, man darf sich an diesen orientieren, aber man sollte sie nach Möglichkeit nicht kopieren und damit jegliche Eigenständigkeit verlieren. Da wird versucht sich abzugrenzen, aber es gelingt einfach nicht. Psychedelischer als die vermutlichen Kernvorbilder möchten „The Brothers Movement“ sein, aber da wären wir schon wieder bei den frühen „BRMC“. Das klingt jetzt alles ganz schlimm, ist es aber nur zur Hälfte. Wer schon lange auf neues Material von „The Verve“ wartet, oder sich nach frühen Alben von „Oasis“ sehnt und nicht unbedingt das Original braucht, wird sich sicher zuhause fühlen.
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