“we are truly globalized krauts”, schreiben die herren da in ihrem blog bei myspace. davon kann mal wohl auch ausgehen, denn die lyrics für das album entstanden in berlin, leipzig, köln, beijing und in einem flugzeug auf dem weg von beijing nach hong kong.
das album startet mit dem song “(allegro am) ausbesserungswerk” (kölner kennen es vielleicht) mit dem wort “kontrolle”, was sich aber mit sicherheit nicht auf das ganze album übertragen lässt. ein bisschen schrammelt es im hintergrund und ein tiefe stimme erklärt uns, wie wir unsere lautsprecher einzustellen haben, danach geht der wasserspiegel mit dem mond. so chaotisch das klingen mag, die platte hat potenzial, aber auch ich brauchte meine drei anläufe, um da richtig einzusteigen.
das lied, das mir auch schon beim ersten mal hören auffiel, ist “schwingen”. es spiegelt auf absurde weise, die unterkühltheit der 70er jahre in der ddr wider. und wie? mit gymnastikübungen. wunderbar vertonte gymnastikübungen, die uns die gymnastikdame in dem stück mit unterschwelligem leipziger dialekt freudig erklärt. mit passendem video könnte das der kracher auf diversen indiefloors werden. etwas schleppend geht es weiter mit “reflektierende bäuerin vs der ironische hund”. genau das stört ein wenig an der platte, manchmal hängt es einfach und man kommt sich vor, wie in einer endlossschleife der lethargie. da möchte man fast schon auf stopp drücken, aber die hellen momente retten das album und gewähren uns einen einblick in die filmmusik, wie wir sie gerne öfter hätten.
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