SOUNDS LIKE VIOLENCE - THE EMPEROR´S NEW CLOTHES

Sounds like ViolenceThe Emperor´s new clothes

vö: 06.11.2009

web: www.soundslikeviolence.com

label: Burning Heart

 
 

Die Stimme kommt bekannt vor. Energisch jaulend und klagend krächzend kämpft Sie sich durch Emotionswindungen – dieses unverkennbare Organ kann nur Andreas Söderlund gehören. Der hat mit Niccokick 2005 bereits ein grandioses Indierockalbum vorgelegt, welches nicht die Aufmerksamkeit bekam, die es bekommen hätte sollen. Da Söderlund gemeinsam mit Freunden ein eigenes Studio in Südwestschweden betreibt, verteilt er sein musikalisches Output gleich auf mehrere Bands – eine der hoffnungsvollsten davon ist SOUNDS LIKE VIOLENCE.

Der Sound ist weniger melodisch, dafür deutlich rockorientierter als bei Niccokick. Das die Band bereits für AFI und The Wombats einheizte gilt gleichzeitig auch als Referenz für Ihren Sound. Wobei Söderlunds gewöhnungsbedürftiger Gesangseinsatz sicherlich Stilmittel und Erkennungsmerkmal gleichermassen ist. Die Riffs sind in Lauerstellung wenn “The emperors new clothes” eröffnet wird. Manisch plärrend zergeht Söderlund in einem Gefühlsrausch, kämpft gegen die klimpernden Keyboards in “The devil on noble street” oder die satten Grooves des Titeltracks.

Sounds like Violence lassen Rockmusik noch roh und energisch sein. Sänger Söderlund scheint dabei paranoid unter Verfolgungswahn zu leiden, derart getrieben prescht er über die Instrumente hinweg. Das verleiht den Songs aber eine Dringlichkeit und führt Sie nicht selten von der Clubtanzfläche direkt zur Schlachtbank.... war Niccokick der durchtrieben melancholische Blick in Söderlunds Seele, lässt er bei Sounds like Violence, eben jene Gewalttätigkeit in Musik formen.


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