Phil VetterI Pretend My Room´s A Sailing Boat
vö: 16.10.2009
web: www.myspace.com/philvetter
label: Haus Boot Entertainment
„Sad Man Walking“, Phil Vetters zweites Album, stand unter dem nachhaltigen Eindruck einer in die Brüche gegangenen Liebesbeziehung. Mittlerweile ist der Schmerz ein wenig abgeklungen und der Münchner Songwriter hat sich wieder aufgerappelt und ist bereit, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.
„On my way, freedom is priority“, singt Phil Vetter in „Don´t Need You Anymore“ und spielt damit nicht nur auf seine neue Lebenssituation an, sondern auch auf die künstlerische Freiheit, die der Entschluss, sein aktuelles Album „I Pretend My Room´s A Sailing Boat“ ohne Label und Verlag komplett in Eigenregie zu veröffentlichen, mit sich brachte. Dass Phil Vetter offenbar mit sich selbst und der Welt im Reinen ist, wirkt sich durchaus positiv auf die neuen Songs aus. Hin und wieder ist die Ernsthaftigkeit der beiden Vorgängeralben noch zu spüren, aber insgesamt sind die mit Klavier, Gitarren, Akkordeon und Bläsern sehr schön arrangierten Stücke auf „I Pretend My Room´s A Sailing Boat“ zugänglicher, gelöster und verspielter als in der Vergangenheit.
„Blue Green Carpet“, „We´ll Be Together Again“ und vor allem die bittersüße Kindheitserinnerung „High With Indiana Jones“ jedenfalls sind nicht nur die stärksten Stücke dieses Albums, sondern gehören mit zu den besten Songs, die Phil Vetter bisher geschrieben hat. Damit ist „I Pretend My Room´s A Sailing Boat“ eine hörenswerte Songwritter-Platte und gleichzeitig eine deutliche Steigerung gegenüber „Say Goodbye To The Moment“ und „Sad Man Walking“.
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