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THE CINEMATICS - LOVE AND TERROR

the cinematicslove and terror

vö: 02.10.2009

web: www.thecinematics.com

label: the orchard

 

ob man will oder nicht, vor vergleichen mit anderen bands ist man als musiker eigentlich nie sicher. da stellt sich höchstens noch die frage inwiefern diesem auferlegen von mehr oder weniger deutlichen parallelen zugestimmt werden kann. die editors sahen sich zu beginn ihrer karriere in allen einschlägigen medienformen mit dem vorwurf konfrontiert doch nur eine interpol kopie darzustellen. dem konnten sie über die jahre hinweg zwar trotzen und schließlich abbauen, aber ob das the cinematics aus glasgow ebenso gelingen wird?

ihnen wird wiederum gerne eine ähnlichkeit mit den editors zugesprochen, von der sie sich nicht so recht lösen können. vielleicht wollen sie das auch gar nicht unbedingt. schließlich tourten sie schon gemeinsam. während die editors jedoch den vergleichsballast abwerfen konnten, tun sich the cinematics auch mit ihrem nun zweiten album "love and terror" schwer damit sich gegen jene böse zungen zu behaupten.

so verwerflich scheint die ständige gegenüberstellung der beiden bands auch nicht zu sein, wenn man sich die neuen songs anhört. obwohl die editors nun viel mehr mit synthesizern auf tuchfühlung gehen und damit einen neuen weg einschlagen, orientieren sich the cinematics an dem, was sie können, nämlich indie rock mit düsteren einflüssen. dabei balancieren sie schwere basslines und eine zum teil erdrückende stimmung wiederum mit nach vorne losgehenden melodien und viel tanzbaren momenten aus.

neu ist ihr am sound der 80er orientierter gitarren pop/rock nicht, was aber keineswegs heisst, dass man sich nicht an ihrer musik erfreuen kann. so heben sich besonders songs wie der titetrack "love and terror" mit eindringlichen vocals und einer groovenden bassline oder das schwungvolle "hospital bills" hervor. der vorsatz, das zweite album weniger glatt gebügelt erscheinen zu lassen, den haben sie ohne umschweife und erfolgreich in die tat umgesetzt. dabei sind zehn tracks entstanden, die ab und an den weg heraus aus dem schatten suchen, aber auch gerne in seiner behaglichkeit und dunkelheit verweilen.

annett
 

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