N.A.M.B. - B.M.A.N.

n.a.m.b.B.M.A.N.

vö: 16.10.2009

web: www.namb.it

label: monotreme records

 
 

Es rauscht, piepst, brummt, ein erst verzerrter Gesang setzt ein, ohne dass man genau mitbekommt wann, verschwimmen die Geräusche zu Musik, ohne dass man sich versieht schunkelt man zu la-la-la-Gesängen mit und N.A.M.B. haben einen gepackt. Es ist eine komische Mischung aus Krach, Melodien, Rauschen und Gesang, die einem die Italiener da vorsetzen – schon im ersten Lied wundert man sich ständig, woran man da ist und ob einem das Gefallen soll oder nicht. Konventioneller geht es im zweiten Lied weiter, der Gesang ist unverzerrt, klingt aber leider etwas nach Bono. Das Rauschen bleibt im Hintergrund, gerade dann, wenn man denkt, dass das Ganze vielleicht doch eine „traditionelle“ CD ist geht das nächste Lied los. Es wird mit Scissor-Sisters-hohen Stimmen gesungen, kurz unterbrochen von Schreigesang, im Hintergrund dazu ein völlig blödsinnig klingendes Schlagzeug, das sich jeglicher Rhythmik verwehrt. Das alles ist sehr verwirrend. Und es wird immer schlimmer. Meistens passiert genau dann, wenn man gedacht hat, verstanden zu haben, worum es N.A.M.B. in diesem oder jenem Moment geht, irgendetwas hanebüchenes, alles ändert sich und die Band fängt mit etwas völlig neuem an. Das ist zum einen zwar aufregend und wird garantiert nicht langweilig, andererseits ist das aber auch überfordernd und verursacht ziemliche Kopfschmerzen. Erst im späteren Verlauf stellt sich dann irgendwann etwas Ruhe ein und die Musik wird nicht mehr ganz so wankelmütig, wenngleich sie immer noch ziemlich weit weg von traditioneller Musik bleibt. In den konventionellen Momenten von N.A.M.B. klingen sie dann immer noch etwa so wie Animal Collective in ihren experimentelleren Liedern.

Die Frage, ob das denn nun gut ist oder nicht ist bis zuletzt nicht endgültig zu klären, aber vielleicht muss man das bei diesem seltsamen Album auch gar nicht.

Zur Untermalung der Musik kann man sich auf der Homepage der Band (www.namb.it) ein hübsch gestaltetes Bilderbuch mit der dem Album zugrunde liegende Geschichte von einem kleinen Roboter und die Songtexte zum Mitsingen runterladen.


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