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Björn Kleinhenz - B.U.R.M.A.
 
 

Björn KleinhenzB.U.R.M.A.

 

Die Möglichkeiten, die sich auf einer gerade einmal 500 Einwohner zählenden Insel bieten, sind doch recht überschaubar. Das nächste Studio ist weit weg und auch Musikerkollegen können nicht einfach mal schnell auf einen Sprung vorbeischauen.

Aus diesem Grund wurde „B.U.R.M.A“, das aktuelle Album des mittlerweile auf dem kleinen Eiland Farö beheimateten Björn Kleinhenz mit relativ reduzierten Mitteln eingespielt. Ganz so zurückhaltend wie das ebenfalls diesen Sommer entstandene „Head Held High On Fearsome Pride“, das es bisher nur als digitalen Download gibt, sind die Songs auf „B.U.R.M.A.“ zwar nicht ausgefallen, aber dennoch ist die Platte weit entfernt vom Bandsound ihres Vorgängers „Quietly Happy And Deep Inside“. Der Homerecording-Charme passt allerdings bestens zu den sehr nachdenklichen, melancholischen und oft sehr verträumten neuen Stücken. Ein paar mehr schnellere Songs wie das feine „Stillborn“ oder das überraschend lärmige „Bodilla“ hätten zwar nicht geschadet, aber trotzdem ist dem äußerst eifrigen Björn Kleinhenz einmal mehr ein hörenswertes Album geglückt.

Die kleinen Längen, die sich zwischendurch einschleichen, macht alleine die Coverversion von „Worlds Apart“ von …And You Will Know Us By The Trail Of Dead mehr als wett. Wenn Björn Kleinhenz da mit seinem liebenswerten schwedischen Akzent eine Zeile wie „Look, those cunts on MTV with cars and cribs and rings and shit / Is that what being celebrity means?“ singt, ist das einfach nur großartig.

„B.U.R.M.A.“ ist ein hübsches kleines Album zum Schwelgen, Träumen, Weinen und ganz oft auch zum Lachen. „Two inches above the chin there is laughter“, bemerkt Björn Kleinhenz in „Holy Boredom“ - Recht hat er.

christoph
 

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