man könnte meinen, dass gemischte duo wye oak traf nach seinem debüt „if children“ eine entscheidung. „auf der nächsten platte lassen wir das mit der lieblich melancholischen duselei, die unserem ersten album die nötige soundabwechslung einhauchte. rough is tough!“ frei erfunden dieses zitat, vor allem der fragwürdige reim am ende. Und doch, mit ihrem zweitling „the knot“ im ohr recht naheliegend.
elektrische gitarren und energische drums mit meist garagig roher prägnanz erobern auch die zweite, sprichwörtlich zartbesaitete hälfte des wye oak sounds. survival of the loudest! die wunderbar nebelig verzerrten noise- und shoegaze-anleihen waren vor einem Jahr noch willkommene Akzente zwischen folkigen Spielrein und tragen nun stolz eine beachtliche homogenität über zehn song zu tage.
trotz des omnipräsenten roten rock-fadens - eine spannende reibung bleibt bestehen. jenn wasners zarte stimme bahnt sich ihren weg durch ein dicht gewobenes klangnetz und teilt sich die aufmerksamkeit bescheiden mit vorsichtigen streichersätzen. eine tolle schwerlastige stimmung.
alles richtig gemacht! eine selbstbewusste weiterentwicklung! könnte man sagen. nur schade, dass die zartbesaiteten songs auf „if children“, die besseren waren.
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