der albumtitel nimmt alles vorweg was zum dritten album von zoot woman zu sagen ist: "things are what they used to be"
6 jahre nach ihrer letzten albumveröffentlichung kommen die drei jungs aus reading wieder um die ecke und sehen genauso aus wie früher. begrüßt und umarmt vom opener "just a friend of mine" ist man wieder sofort gefangen von johnny blakes stimme und der faszination zoot woman. irgendwo verstecken sie immer diese verdammte schöne leichtigkeit, die sich mit dem schwerelosem schweben vereint. alles beginnt mit einem langsamem synthieloop-spannungsaufbau, bis dich beim refrain die hookline packt und in die weite des zoot woman weltraums zieht ("saturation"). und garantiert wirst du dich darin stundenlang bewegen.
would you want it any other way? nein!
auch wenn es manchmal ravig knarzt ("witness"), das 80ties-revival anläuft ("more than ever") und der eurodance droht überzuschwappen ("lonely by your side"), das trio schafft den balanceakt. denn an dieser grenze sind sie die meister des understatements. jeder andere würde dabei lächerlich wirken, bei zoot woman ist es pop mit allen seinen fingerzeigen in reinster form. spätestens bei "we won't break" ist man so unweigerlich in den umlaufbahnen von "living in a magazine" und "it's automatic" verankert, dass das rotieren um diesen kosmos aus england mehr spaß macht als jemals zuvor.
"things are what they used to be" fügt sich so nahtlos in die reihe der vorgänger ein und macht trotzdem diesen schritt nach vorne, dass man schon fast verwundert ist wie genial unauffällig dies passiert. denn wer nach über einer halben dekade mit einer solchen ansage wie diesem album wieder ins licht tritt, der gehört entweder zu den ganz großen oder immer noch zu denselben typen wie vor 15 jahren nur mit offenen rechnungen...
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so ein dauerbrenner!!
annett // 21.08.2009