in the country

in the countrywhiteout

VÖ: 05.06.2009, rune grammophon

Von Michael Kellenbenz

man kann es förmlich greifen, wie in the country (also known as „diese drei jungen norwegischen musikstudenten“) kilometertief versunken über ihren instrumenten verharren. wenig weltliches scheint anfangs während der gefühlt nächtelangen reise auf „whiteout“ in ihre nähe zu gelangen. zeit ist hier kein kostbares gut sondern reine selbstverständlichkeit. jazz eine mitteilungsform, deren gehaltvolle schwere im epischen intro „from the shore“ gleich darauf in einen fast lockeren melodienstrom mündet. einen, der in der grand piano-fantasie „kungen“ auch schon mal harsch ganz kurz vor der kopfschaukelnden beliebigkeit noch gerade die kurve bekommt.

es ist das mittlerweile dritte album des osloer dreiers mit dem heutigen durchschnittsalter von dreißig. und nein, es ist nicht einmal zu hoch gegriffen, dass liebhaber von flokatiteppichen, keith jarrett-nerds und bugge wesseltoft-puristen hier gleichermaßen aufhorchen können. denn das allemal abendfüllende „whiteout“ mit seinen gerade mal sieben stücken atmet vernehmbar zwischen analogem equipment, und scheut dabei vereinzelt auch nicht die gediegene easy-listening-geste. zur albummitte hin entspringt ein (bis dato eher unerwartetes) temporeiches miteinander von tasten, double bass, vibraphon, marimba, ein wenig zugemengter elektronik und der schlägewerkerei. inklusive eines „drama, baby!“- finales für die ganz große orchestratur! oder beinahe zumindest. nur manchmal, da verliert das ganze in seiner ambition für kurze strecken auch mal kurz den faden. um allerdings im finalen und einzig (teil)vokalen „mother“ dann doch nochden eindrucksvollen und tiefen schlusspunkt zu setzen.

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