autoKratzAnimal
VÖ: 19.06.2009 // Kitsuné Records

VÖ: 19.06.2009 // Kitsuné Records
Synthie-Beat. Wenn man einmal darauf achtet: Ein allzu ähnlicher Synthie-Beat, der tatsächlich in neun von elf Stücken in leidenschaftlicher oder anders: unüberlegter Manier nach vorne stampft. Als Hintergrund für die geschmeidige und entspannte Stimme von David Cox vollbringt er auch tatsächlich ein gutes Werk. Vollkommen geradeaus gerichtet nämlich wie auch die zwei Zeilen Strophe bevor die sich immer wieder wiederholenden Refrains einsetzen. Ohrwurmkompatibilität wäre schon fast ein Understatement, so sehr wie autoKratz versuchen sich so minimalistisch new ravend in die Gehörgänge zu fräsen. Die Single „Stay The Same“ soll als Beispiel der Ambivalenz von inhaltlicher Verknappung und zu beschränktem Track herhalten, der sich auch das Duo aus London mit dem Wortspiel aus Titelname und erster Textzeile „We can’t always stay the same“ scheinbar bewusst ist. Der Beat bleibt über 5:11 Minuten fast durchweg der gleiche, rollend und nach vorne fauchend, dann setzt er in der Mitte plötzlich aus und es ist nur noch das Geräusch einer irgendwo aufkommenden Münze zu hören, bevor er genauso wie er aufhörte, wieder einsetzt. Als hätte die Band das kleine Geldstück vorher geworfen um nicht selbst entscheiden zu müssen, wie sie weitermachen. Aber wahrscheinlich blieb die Zahl oben liegen und das nicht sehr verkopfte Schicksal entschied für sie, genauso weiterzumachen und dürfte damit auch gut den Nerv des Tanzvolkes treffen. Viele andere dürfte „Animal“ mit seiner Einspurigkeit hingegen nerven.
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