Division of Laura LeeViolence is timeless
VÖ: 22.05.2009 // Unter Schafen

Sind wir nicht alle irgendwie mit der Musik der 90er großgeworden. Irgendwer hat uns erzählt das Grunge das nächste große Ding wäre. Bands wie Sonic Youth sorgten für die Hymnen der Generation X und jetzt ist doch alles weit weg. DIVISION OF LAURA LEE sind von dieser Zeit inspiriert, obwohl 1997 gegründet ist die Band über die letzten 12 Jahre Ihrem Sound, auf immerhin 5 Alben, treu geblieben.
So dauert es auch nicht lange, bis sich auf dem neuesten Werk „Violence is timeless“ die ersten Hymnen zu erkennen geben. Definitive Clubabräumer wie „LAX“ oder der Titeltrack finden sich ebenso wie die ultimative Selbstbeweihräucherungsnummer und Fugazi-Hommage „Do you love me?“. Ziellos vegetieren die Titel dabei zwischen indieskem Rockcharme und mit Akkus aufgeladener Punkenergie. Schmissige Refrains, desillusionierte Texte und schrammelnde Gitarren findet man zuhauf auf, “Violence is timeless”. Sowas lässt schon in Erinnerungen schwelgen. Die mit Melancholie getränkten Songs erinnern mit Ihren zynischen Textzeilen bisweilen an die PAVEMENTS und klingen dank der dynamischen Produktion doch ganz frisch.
Das ist es auch was DIVISION OF LAURA LEE so interessant macht. Sie beleben ein eigentlich totes Genre, mit Textzeilen wie “Do me a favor and cut the oxygene”. Mit Beatpopanleihen entwickelt sich der heavy Indiepunk der Band zum potentiellen Hitlieferanten, ein Dutzend Tracks und mein Dasein als Spät-Twen belegen das.
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