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Brakes - Touchdown
 
 

BrakesTouchdown

 

War machen es uns alle oft viel zu kompliziert. Fallbeispiel: Kampfzone Diskothek. Da ist dieses Mädchen, das tanzt (und wie sie tanzt, alter Schwede). Du willst sie ansprechen und überlegst dir eine Taktik. Dein bester Kumpel meinte letztens noch: “Gib dich als Modedesigner aus und sag ihr, dass der Rock nicht zu ihr passt, sie aber trotzdem schön ist.” Du folgst dem Rat des besten Kumpels, peinliches Schweigen, das Mädchen tanzt (und wie sie tanzt), jetzt allerdings in einer anderen Ecke des Clubs und du stehst da wie eine Fledermaus auf einer Vogelhochzeit.

Brakes sind auf ihrem mittlerweile dritten Album “Touchdown” zweifellos Verfechter des einfachen Wegs. Fingierte Antwort des Quartetts aus Brighton auf den Rat deines besten Kumpels (frei übersetzt): “Großer Unfug. Sprich das Mädchen einfach an und sei ehrlich.” Da ist das Stichwort, das die Brücke zur Musik schlägt: “Touchdown”, das ist ein kontrastreiches Sammelsurium ehrlich und authentisch wirkender Popsongs. Anders, also simpler, also besser ausgedrückt: Dieses Album ist richtig guter Pop.

Die Schlüsselkompetenzen dieser Band (neben der schon erwähnten Authentizität): 1. Brakes sind gute Geschichtenerzähler. Nada Surf, die auf einmal lernen müssen, mit Linksverkehr klarzukommen. 2. Brakes können auch anders. Bei „Red Rag“ kriegen die sogar die irren Blicke der Pixies- und McLusky-Frontquerulanten überzeugend hin. Bleibt nur noch nachzutragen, was Brakes zu dem tanzenden (und wie) Mädchen sagen würden: „Ooh, I’ve Got A Crush On You. Darf ich mittanzen?“

jurek
 

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