Tom BrosseauPosthumous Success
VÖ: 11.05.2009 // fatcat Records

VÖ: 11.05.2009 // fatcat Records
Meine Schwärmerei für Tom Brosseau begann bereits vor einigen Jahren, als ich seine dritte Platte „Empty Houses Are Lonely“ in die Hände bekam. Beim liebenswürdig holprigen “Lonesome Valley” keimte der Gedanke - und er reift bis heute-, dass Gitarre und die Stimme einer aufrichtigen Seele die Essenz für einen guten Song bilden und immer bilden werden. Sollte Noah also noch einmal mit seiner Arche in See stechen wollen, dann muss er einzig das beherzigen. So er denn den Folk auch retten will.
Tom Brosseau hat seit meinem Offenbarungserlebnis doch ein wenig weitergedacht, ist ein wenig opulenter geworden und spannt die Spannungsbögen ein wenig fester. Seither ist auch jährlich mindestens ein Album seiner Feder entsprungen. Die Gitarre bekommt Gesellschaft von Schlagzeug, Percussion und einer zögerlichen Mundharmonika. - Tom lässt sich bisweilen von einem zarten Backgroundchor umschwärmen. Auch die ganz vorsichtig verwendeten Samples und Übersteuerungen in den kantigeren Songs wie „You Don’t Know My Friends“ sind reines Dekorativ für immernoch klare Songstrukturen.
So kann der Hörer vielleicht nicht immer dem Eindruck standhalten, dass dieser sensible Songwriter aus Grand Forks selbst nicht immer genau weiß, wofür seine wunderbaren Lieder diesen oder jenen Firlefanz eigentlich brauchen. Deshalb kehrt Tom Brosseau immer recht schnell zur ungeschönten Substanz zurück, denn seine Songs funktionieren auch fkk und oben ohne ganz wunderbar. Und das darf Noah ruhig wissen.
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