Our Brother The NativeSacred Psalms
www.myspace.com/ourbrotherthenative
VÖ: 22.05.2009 // Fat Cat Records

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VÖ: 22.05.2009 // Fat Cat Records
Und wo geht es heute hin? Michigan, Kalifornien, treffen wir uns gar dazwischen? Nur zum Musik hören, für Aufnahmen, und zur Tour. Zwischen dem College hantieren der 19-jährige Josh Bertram und Chaz Knapp (20) mit Soundcollagen, schicken Sie hin- und zurück, das Internet als Möglichkeit kreativen und kollektiven Arbeitens. Das dritte Album der beiden, die sich zusammen „Our Brother The Native“ nennen, ist gezeichnet von den differenzierten Melodien großer Distanz zwischen zweier Leben, die sich musikalisch treffen. Im dritten Stück von „Sacred Psalms“ heißt es treffend: „I'll find my way back home, someday soon.“ Aber wo ist das, das Zuhause? In der Musik? Diese Behauptung käme auf den ersten Blick einem Witz gleich: Die jungen Herren singen beide und nutzen neben allerlei nahe liegenden Laptopgeräuschen ihr Können auf Gitarre, Banjo, Saxofon, Klavier, Orgel, Synthesizern, Perkussion bzw. Schlagzeug sowie – wie es so unbedarft im Pressetext lautet: - Noise. Alles selbstgemacht, das Wirrwarr unendlich vieler Instrumente, von Folk genauso stark beeinflusst, wie von dubiosen Balkon- und Afrikaanleihen. Stringenz und Ziel in der Musik müssen irgendwann in den riesigen transamerikanischen Datenkabeln verloren gegangen sein. In einem Interview der Band heißt es auf die Frage hin, was sie jemandem raten würden, der sie das erste Mal anhört:“I'm sorry... uhhh do you want to take some acid, you might like it more then. Haha.“ Man ist sich also der Probleme bewusst. Aber sind es wirklich Probleme? Angenommen das Zuhause der beiden sei wirklich ihre Musik, dann ist es natürlich ziemlich chaotisch dort, zwischen dem Multi-Kulti-Pathos so immens vieler Einflüsse bleibt es allerdings trotzdem auch irgendwie gemütlich. Wessen Zimmer ist schließlich schon immer aufgeräumt?
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