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Slon - Antenne
 
 

SlonAntenne

 

Instrumentaler Post-Rock ist schon eine feine Sache. Mit Schlagzeug, Gitarre und Bass und ohne Gesang lassen sich ja eh schon eine ganze Menge Sachen anstellen. Wenn man dazu dann noch dieses tolle, beeindruckende technische Handwerk mitbringt und komplexe Songstrukturen bastelt, in denen ungeheur viel passiert, Tempowechsel, Dramatik, Kopfkino und all das, dann ist das eine gute Sache und man kann da ziemlich viel Spaß mit haben. All die vielen Bands, die so was machen, lassen einen immer wieder ehrfürchtig erstaunen. Leider lässt dieses Staunen ob der tollen Fähigkeiten der Bands mit der Masse etwas nach. 65daysofstatic können furchtbar gut mit ihren Instrumenten umgehen und erzeugen viele beeindruckende Bilder vorm geistigen Auge, genauso wie Explosions in the Sky, Mogwai, Erdbeertörtchen, Plus/Minus und so weiter, und so weiter. Und auch Slon aus Österreich beherrschen ihre Instrumente, haben viele tolle Ideen, liefern spektakuläre Filme fürs Kopfkino und sind zweifelsohne eine gute Band. Und „Antenne“ ist ein gutes Album, an dem nicht viel auszusetzen ist, sondern an dem eigentlich ziemlich viel zu loben ist, das tolle Lied „Ellahoo“ zum Beispiel. Leider aber beackern sie ein Feld, auf dem zur Zeit einfach zu viel los ist. Dabei können sie zwar locker mit der Genre-Spitze mithalten, aber da das Niveau in diesem Genre im Allgemeinen sehr hoch ist, stechen sie auch nicht unbedingt heraus.

Wer schon ein oder zwei instrumentale Post-Rock-CDs im Regal stehen hat und kein überdurchschnittlicher Fan dieser Musik ist, muss „Antenne“ wohl nicht unbedingt haben, allen Anderen sei sie aber als eine gute CD (unter vielen anderen guten) empfohlen.

onlyaghost
 

3 Kommentare

jakob am 22.05.2009

dass man sich heute noch traut so abgedroschene musik aufzunehmen ist wirklich peinlich und dreist.

onlyaghost am 24.05.2009

tja, so meinte ich das ganz sicher nicht...

es fällt nur bei dieser band besonders auf, dass hier eine ganz offensichtlich gute und eigentlich auch sehr eigenständige band trotz aller vorhandenen qualitäten unauffällig bleibt.

roman am 27.05.2009

So dicht und "schief" und gleichzeitig irgendwie poppig bekommt es kaum eine andere Band hin.

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